Evangelische Schule

Füchse-Star Paul Drux trainiert Grundschulkinder in Frohnau

40 Grundschüler der Evangelischen Schule Frohnau haben mit Nationalspieler und Füchse-Star Paul Drux das Handballspielen trainiert.

Füchse-Star Paul Drux posiert für ein Selfie

Füchse-Star Paul Drux posiert für ein Selfie

Foto: Janine Richter

"Sie sind schon alle sehr talentiert. Ich musste so einige Male den Kopf wegducken und hatte fast Angst", resümierte Handballspieler Paul Drux nach dem Torwurf-Training mit den Kindern der Handball-AG der Evangelischen Schule Frohnau. Er stand im Tor und musste so manchen Ball passieren lassen. "Aber ich bin ja glücklicherweise kein Torwart."

Nina Charlott Holthusen konnte ihren Wurf nach links unten nicht unterbringen. Die Viertklässlerin spielt in der E-Jugend der SG Hermsdorf-Waidmannslust. "Ich habe ihn schon ein paarmal bei einem Spiel gesehen", sagt sie und stellt fest, dass er so nah schon ziemlich groß sei. Darius Harting gelang sogar ein Tor. "Aber das war durch die Beine durch und nichts Besonderes", gab sich der 10-Jährige bescheiden.

Insgesamt 40 Kinder der Grundschule trainierten mit Paul Drux. Die meisten gehörten der Handball-AG der Schule an. Diese wird seit eineinhalb Jahren einmal für die Klassen zwei bis vier und für die Klassen sechs bis sieben angeboten. Trainiert werden die Kinder in der AG von Gymnasiallehrer Christopher Bergmann. "Ich bin von Paul Drux begeistert. Er war super sympathisch, geduldig und hat sich nicht in den Vordergrund, sondern mit den Kindern gespielt", sagte Bergmann. Die AG soll die Schüler für den Sport begeistern. Sieben Kinder seien schon dem Handballverein SG Hermsdorf-Waidmannslust beigetreten, erzählte Bergmann.

Paul Drux stürzte sich auch ins Getümmel mit den kleinen Handballern, doch niemand zählte wirklich, wie viele Tore in den kurzen Handballspielen fielen. Als Drux Autogrammkarten verteilte, löcherten ihn die Kinder mit Fragen. Der Nationalspieler erzählte, dass er mit vier Jahren durch seine Eltern zum Handballspielen gekommen sei. Seine ersten Schritte machte er im SSV Marienheide in der Nähe von Köln. Mit der A-Jugendmannschaft der Berliner Füchse gewann er dreimal die A-Jugend-Meisterschaft, bevor er ins Profiteam wechselte. "Ich trainiere acht mal in der Woche bis zu zwei Stunden", erzählte der Handball-Profi. Die Kinder staunten.

Organisiert hatte das Training der wiedergewählte Präsident der Reinickendorfer Füchse Berlin, Frank Steffel. "Solche Idole zum Anfassen begeistern für den Sport und es ist wichtig, dass wir schon die Kleinsten erreichen", sagte Steffel. Den Füchsen sei die Arbeit mit Kindern und Jugendlichen in über 30 Sportarten sehr wichtig. Steffel ist bereits seit zwölf Jahren ehrenamtlicher Präsident des Vereins mit über 3.600 Mitgliedern. Frank Steffel brachte der Schule als Erinnerung an den Trainingstag ein Drux-Füchse-Trikot mit, das von allen Füchse-Spielern signiert worden war. BU: Nina Charlott Holthusen (10) traf gegen Nationalspieler Paul Drux (Hintergrund) nicht, aber war glücklich mit dem Füchse-Spieler trainieren zu können.

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