Reinickendorf
Bankraub

Frohnauer Bank öffnet nach Überfall am Montag wieder

Nachdem Bankraub am vergangenen Dienstag nimmt die Volksbank in Frohnau am Montag wieder den Kundenbetrieb auf.

Von den Tätern fehlt bislang jede Spur.

Von den Tätern fehlt bislang jede Spur.

Foto: Paul Zinken / dpa

Während von den Frohnauer Bankräubern auch am Freitag noch jede Spur fehlte, gehen die Reparatur- und Aufräumarbeiten in der Filiale am Ludolfingerplatz dem Ende entgegen. Von Montag an soll der Kundenbetrieb aller Voraussicht nach wieder aufgenommen werden, wie eine Sprecherin der Berliner Volksbank auf Anfrage mitteilte. Die schwer bewaffneten Räuber hatten im Tresorraum der Bank zahlreiche Kundenschließfächer aufgebrochen. Sie hatten zuvor am Dienstagmorgen einer Reinigungskraft aufgelauert und waren so in die Bank gelangt, wo sie fünf Angestellte fesselten. Die 42 Jahre alte Reinigungskraft wurde leicht verletzt.

„Die betroffenen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind vorerst vom Dienst freigestellt und wir haben ihre psychologische Betreuung sichergestellt“, teilte Volksbank-Sprecherin Anja Smolarek mit. Die Bank habe mit der Reinigungsfirma Kontakt aufgenommen, um auch für deren betroffene Mitarbeiterin eine psychologische Betreuung zu ermöglichen. „Viele Mitarbeiter und Kunden haben uns kontaktiert und ihr Mitgefühl geäußert. Diese Anteilnahme schätzen wir sehr“, sagte Anja Smolarek weiter.

„Viele Mitarbeiter und Kunden haben uns kontaktiert und ihr Mitgefühl geäußert.“

Was den Räubern als Beute in die Hände gefallen ist, ist noch unklar. Die Bank berät die Kunden und macht mit ihnen eine Bestandsaufnahme der entwendeten Gegenstände. Grundsätzlich unterliegen Schließfächer in Geldinstituten dem Bankgeheimnis. Sparkassen oder Banken wissen daher nicht, was die Kunden in den Fächern aufbewahren. Häufig sind es wichtige Papiere oder Kopien von Dokumenten, Schmuckstücke, Gold oder anderes Edelmetall sowie auch Bargeld.

Um bei Diebstahl, Brand oder Wasserschaden entschädigt zu werden, muss eine Versicherung des Fachinhaltes durch eine Hausrat- oder Schließfachversicherung vorliegen. Bei manchen Banken sind die Gebühren im Mietpreis enthalten. Die Leistungen sind abhängig vom jeweiligen Vertrag. Schwierig wird der Ersatz von Bargeld. Die Deponierung im Fach muss nachgewiesen werden, außerdem decken viele Versicherungen dies nicht oder nur in geringer Höhe ab. „Im Branchendurchschnitt sind etwa 1500 Euro versichert“, sagt eine Sprecherin des Gesamtverbandes der Deutschen Versicherungswirtschaft.

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