Ratgeber

Fünf Tipps für den Weihnachtsbaum-Kauf in Pankow

| Lesedauer: 4 Minuten
Jana Treffler
Der Weihnachtsbaum-Kauf kann zur Gewissensentscheidung werden: In Pankow sind deswegen auch zertifizierten Bio-Tannen im Angebot.

Der Weihnachtsbaum-Kauf kann zur Gewissensentscheidung werden: In Pankow sind deswegen auch zertifizierten Bio-Tannen im Angebot.

Foto: Thomas Rohnke / epd

Bio oder Fairtrade? Bei der Auswahl des Weihnachtsbaums gibt es mehr zu beachten als den Wuchs. Diese Auswahl bietet Berlin-Pankow.

Berlin.  Tausende Weihnachtsbäume finden in den nächsten Wochen ihren Weg aus Wäldern in Berliner Wohnzimmer. Der Baumkauf gehört für viele zum vorweihnachtlichen Ritual und macht – anders als hektische Geschenk-Einkaufstouren – häufig Spaß. Kunden kommen oft entspannt und mit guter Laune, berichtet ein Pankower Baumverkäufer. Damit der Baum lange hält und weder Geldbeutel noch Gewissen übermäßig strapaziert, gibt es Einiges zu beachten. Fünf Tipps für den Weihnachtsbaumkauf in Pankow:

1. Pankow: Nordmanntanne, Blautanne oder Fichte?

Die Nordmanntanne ist der beliebteste Weihnachtsbaum in Deutschland und stammt ursprünglich aus dem Kaukasus. Sie wächst schön und gleichmäßig und hat den großen Vorteil, nicht so schnell zu nadeln. Allerdings ist sie die teuerste: Für einen mehr als zwei Meter großen Baum kann man bis zu 90 Euro los sein. Kleinere Modelle gibt es ab 25 Euro, so zum Beispiel an der S-Bahnstation Schönhauser Allee. Die Blautanne, die eigentlich eine Fichte ist, nadelt zwar schneller, duftet dafür aber besonders schön. Normale Fichten sind seltener zu finden, aber nochmals günstiger.

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2. Woran erkennt man einen frischen Baum?

Beim Baumkauf sollte man unbedingt darauf achten, dass die Zweige sich leicht nach oben biegen und federn. Einen trockenen Baum verrät sich dadurch, dass die Äste abbrechen, wenn man sie knickt. Sie sollten leicht biegsam sein. Normalerweise vergehen zwischen dem Schlagen des Baums und dem Verkauf höchsten zwei bis drei Wochen. Welcher ist der beste Baum für die Umwelt?

3. Bio oder Fairtrade

Wie alle landwirtschaftlichen Produkten kann auch ein Weihnachtsbaum biologisch angebaut werden. Zertifizierte Bio-Weihnachtsbäume bekommt man in Pankow an den Adventswochenenden ab 13 Uhr vor dem Restaurant Hirsch und Eber, Kollwitzstraße 87 und im Bauhaus in der Schönerlinder Straße 53. Auch ein Fairtrade-Baum ist eine Überlegung wert. Denn die Samen der Nordmanntannen werden, meist in Georgien, unter gefährlichen Bedingungen gesammelt. Bis zu 30 Meter hoch klettern Arbeiter in die Nadelbäume, um die Zapfen zu pflücken. Gepflanzt werden die Samen dann in Dänemark. Wer Weihnachten mit ruhigem Gewissen feiern will, muss dafür allerdings die Bezirksgrenze nach Friedrichshain überschreiten. Der Toom-Baumarkt, Hermann-Blankenstein-Str. 40-44, führt die „Fair Trees“

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4. So hält der Weihnachtsbaum am längsten

Ein guter Weihnachtsbäume bleibt mindestens vier Wochen lang schön. Bei guter Pflege sogar noch länger. Vor dem Fest sollte er am besten gekühlt aufbewahrt werden, etwa auf dem Balkon oder im Wintergarten. Der Christbaum-Ständer sollte auf jeden Fall mit Wasser gefüllt sein. Ein frischer Baum braucht in den ersten Tagen ca. 1,5 Liter Wasser, danach täglich ca. 1 Liter, so der „Tannenmann“, der an derLandsberger Allee 109 seine Bäume verkauft. Auch die Raumtemperatur spielt eine Rolle: Je wärmer es ist, desto schneller trocknet der Baum aus und verliert seine Nadeln.

5. Mieten – eine Alternative zum Kauf?

Wer wirklich keinen abgeholzten Baum verantworten möchte, kann sich seinen Weihnachtsbaum inzwischen auch mieten. Mit Topf und allem drum und dran. Der Landschaftsgärtner Andreas Frädrich ist in mit seiner Weihnachtsbaum-Mietstation an der Modersohnstraße 35-45 in Friedrichshain vor Ort. An den kommenden Wochenenden von 11 bis 19 Uhr kann man sich dort verschieden alte – und damit verschieden große – Weihnachtsbäume aussuchen. Bring- und Holservice ist möglich. Mehr Infos auf seiner Webseite.

...und wenn das Fest vorbei ist?

Wer den Baum nicht als Feuerholz oder zum Abdecken von Beeten weiterverwenden kann, sollte ihn einfach auf die Straße legen. Die Berliner Stadtreinigung (BSR) holt im Januar an zwei Terminen die ausgedienten Bäume aus Pankow ab. Die Daten stehen schon fest:

Weißensee: Dienstag, 10. und 17. Januar

Pankow: Donnerstag, 12. und 19. Januar

Prenzlauer Berg: Freitag, 13. und 20. Januar

Blankenburg, Französisch Buchholz, Heinersdorf, Karow, Malchow, Blankenfelde, Buch, Niederschönhausen, Rosenthal, Wilhelmsruh: Sonnabend, 7. und 14. Januar

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