Kollegen ermitteln

Promille-Polizist fliegt aus Disko in Prenzlauer Berg

Nach einer Auseinandersetzung in einer Diskothek in Berlin-Prenzlauer Berg ermitteln Polizisten jetzt gegen einen Kollegen (Symbolbild).

Nach einer Auseinandersetzung in einer Diskothek in Berlin-Prenzlauer Berg ermitteln Polizisten jetzt gegen einen Kollegen (Symbolbild).

Foto: Ralph Peters / imago

In Prenzlauer Berg soll ein stark alkoholisierter Polizist in einer Diskothek Türsteher bedroht haben. Jetzt drohen Konsequenzen.

Berlin.  Erst mit 2,5 Promille in einer Diskothek an der Schönhauser Allee in Prenzlauer Berg in einen Streit geraten und dann beim Rauswurf Mitarbeiter eines Sicherheitsdienstes bedrohen: Diese Taten werden einem Polizisten außer Dienst zur Last gelegt.

Nach Angaben der Behörde ereignete sich der Vorfall am frühen Dienstagmorgen, 29. November, gegen 1.30 Uhr. So soll der Promille-Polizist aus Berlin wegen Streitigkeiten in der Diskothek im Bezirk Pankow Hausverbot erhalten haben. Aufgrund seines „Auftretens“ und seiner offensichtlich starken Alkoholisierung sollen sich zwei 23 und 33 Jahre alte Sicherheitsleute bedroht gefühlt und die Polizei gerufen haben.

Prenzlauer Berg: Auffälliger Polizist hatte 2,5 Promille

Kollegen des mutmaßlichen Täters stellten die Personalien des Mannes fest, ein Atemalkoholtest ergab 2,5 Promille. Ihn erwartet nun ein Strafverfahren wegen Bedrohung. Abhängig von dessen Ausgang würden auch disziplinarrechtliche Konsequenzen geprüft, so die Polizei. Die Ermittlungen führt jetzt das für Beamtendelikte zuständige Fachkommissariat beim LKA.

Unterdessen ging die Polizei am frühen Mittwochmorgen mit Durchsuchungen in mehreren Berliner Bezirken gegen Verfasser von Hasskommentaren im Internet vor. Dabei wurden auch Wohnungen in Prenzlauer Berg durchsucht. Die Einsätze stehen im Zusammenhang mit dem Aktionstag gegen Hasspostings, bundesweit wurden Wohnungen in 14 Bundesländern durchsucht.

Laut BKA ist die Zahl der offiziell registrierten Fälle von Hatespeech zwar leicht rückläufig. Die Behörde geht aber von einem großen Dunkelfeld aus, weil viele Kommentare nicht angezeigt werden.

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