Immobiliengeschäft

Florakiez in Pankow: Gesobau kauft Fonds eine Wohnanlage ab

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Eigentümerwechsel ab Neujahr 2023: Ein Nachwende-Neubaukomplex im Pankower Florakiez kommt nach einem Verkauf in die Hände der Gesobau.

Eigentümerwechsel ab Neujahr 2023: Ein Nachwende-Neubaukomplex im Pankower Florakiez kommt nach einem Verkauf in die Hände der Gesobau.

Foto: Gesobau / Berliner Morgenpost

Berliner Wohnungsbaugesellschaft stockt ihren Bestand in Pankow auf – ein frisch sanierter Wohnblock wechselt nun den Besitzer.

Berlin.  Mehr als ein Jahr lang waren die Fassaden hinter Baugerüsten und Planen verschwunden. Nun, da die Hüllen vor den 59 Wohnungen an der Florapromenade, Ecke Heynstraße wieder fallen, gibt die Wohngesellschaft Gesobau einen interessanten Immobilien-Deal bekannt: Die komplette Anlage im Pankower Florakiez wechselt zum neuen Jahr in den Besitz der landeseigenen Wohngesellschaft. Vollzogen hat die Gesobau das Geschäft mit einem Immobilienfonds, der zur Firma Treucon gehört, wie beide Unternehmen am Dienstag gemeinsam bekanntgaben.

Es handelt sich um eine Wohnfläche mit insgesamt 4700 Quadratmetern und 31 Parkplätzen. Laut Jörg Frantzen, dem Vorstandsvorsitzenden der Gesobau, leistet der Aufkauf des 25 Jahre alten Gebäudeensembles „einen wichtigen Beitrag zur Stabilisierung des Florakiezes“, wo die Mieten in den vergangenen Jahren deutlich angezogen hatten. Inzwischen steht das Viertel auch unter Milieuschutz, was Luxussanierungen und Umwandlung von Eigentums- in Mietwohnungen erschwert.

Gesobau und Verkäufer wahren Stillschweigen zum Kaufpreis der Häuser in Pankow

Nicht davon betroffen war allerdings die Sanierung am nun verkauften Objekt. An den Gebäuden in der Florapromenade fanden in den vergangenen 15 Monaten Instandsetzungsarbeiten an den Fassaden und Terrassen statt, wie Treucon mitteilte.

Ursprünglich wurden die Gebäude mit Wohnungsgrößen zwischen zwei und vier Zimmern 1997 mit öffentlichen Mitteln des Landes Berlin fertiggestellt. Was dieses Immobiliengeschäft die Gesobau kostet, darüber wurde Stillschweigen vereinbart.

In Berlin gibt es insgesamt sechs städtische Wohnungsbaugesellschaften, die etwa 300.000 Wohnungen im gesamten Stadtgebiet verwalten. Um die Mietsteigerung auf dem Berliner Wohnmarkt einzudämmen, hat der Senat die Gesellschaften angewiesen, ihre Bestände bis zum Jahr 2026 auf rund 400.000 Wohnungen zu erhöhen – sowohl durch Neubau als auch durch Aufkauf.

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