Artspring Festival

Kunst-Benefizauktion: Erlöse werden an die Ukraine gespendet

| Lesedauer: 3 Minuten
Alexander Rothe
Verkauf lokaler Kunst zugunsten der Ukraine: Benefizauktion des „Artspring“ Kunstfestivals in den Schönhauser Allee Arcaden.

Verkauf lokaler Kunst zugunsten der Ukraine: Benefizauktion des „Artspring“ Kunstfestivals in den Schönhauser Allee Arcaden.

Foto: Sergej Glanze / FUNKE Foto Services

Im Rahmen des „Artspring Festivals“ wurden Kunstwerke aus Pankow versteigert. Der Erlös kommt der Ukraine-Hilfe zugute.

Berlin. „25 Euro ist das bisher höchste Gebot. Höre ich mehr? Drei, zwei, eins und verkauft“, ruft der Auktionator und schließt mit einem Hammerschlag den Verkaufsvorgang ab. Das übergroße Modell eines Eukalyptus-Bonbons – mit dem Titel Apokalyptus-Bonbon – geht an den meist Bietenden, der mit seiner Erstehung gleichzeitig einen kleinen Beitrag für die geflüchteten Menschen aus und in der Ukraine leistet.

Beim sechsten „Artspring Festival“ in Pankow wurde der zweite Festival-Tag für eine Benefizauktion genutzt: Lokale Kunst aus Prenzlauer Berg und anderen Teilen Pankows wurden in den Schönhauser Allee Arcaden versteigert und ihr Erlös an „Aktion Deutschland Hilft“ überwiesen, die humanitäre Hilfe in der Ukraine leistet. „Uns erschien die Organisation geeignet, da das Geld an verschiedenen Stellen eingesetzt wird“, erklärt Julia Brodauf, Organisatorin und künstlerische Leiterin. Auf jede erzielte Spende packten das Unternehmen Schönhauser Allee Arcaden zehn Prozent des Verkaufspreises drauf.

„Als der Ukraine-Krieg begann, haben sich unterschiedliche Leute an uns gewand mit der Bitte, etwas dahingehend zu machen.“ Auch vonseiten der teilnehmenden Künstlerinnen und Künstler sei der Wunsch geäußert worden, sodass sich kurzfristig zu der Benefizauktion entschlossen wurde.

Circa 4000 Euro für die Ukraine

Insgesamt wurden zwischen dem 4. und 9. April rund 115 Kunstwerke von lokalen Künstlerinnen und Künstlern eingesammelt, die sich für das Wochenende der offenen Ateliers – dem Finale des Kunst-Festivals – angemeldet hatten. Ihre Bilder waren für einen Monat im Pop up Store in den Schönhauser Allee Arcaden zu besichtigen, zu kaufen und bereits online zu ersteigern. Ein Drittel wurde bereits vor der Auktion verkauft, wodurch 900 Euro zusammenkamen.

Die Motive der Bilder sind unterschiedlich, ein paar wenige haben jedoch einen Ukraine-Bezug, wie ein auf den Betrachter zulaufender Lux in den Farben der Ukraine. „Manche Künstler hatten eigens für die Benefizauktion das Thema aufgenommen, andere hatten sowieso gerade was dazu produziert, weil sie das Thema so beschäftigt“, erklärt Brodauf. Gemeinsam mit den Verkäufen im Internet und während der Benefizauktion wurden circa 65 Arbeiten verkauft und knapp 4000 Euro eingenommen. Ein Nachverkauf sei laut Organisatoren nicht vorgesehen.

Pop-up-Store als Raum für lokale Künstler

Das „Artspring Festival“ wurde ursprünglich gegründet, um lokale Kunstschaffende sichtbar zu machen. Über die Jahre sei es zu einem längeren Festival gewachsen, wie Brodauf berichtet. Dadurch habe sich die Organisation verbessert und hätten sich neue Möglichkeiten ergeben.

Bis zum 12. Juni finden im Rahmen des „Artspring Festivals“ verschiedene künstlerische Veranstaltungen statt. Rund 340 Künstlerinnen und Künstler haben sich beteiligt. Der Pop up Store in den Schönhauser Allee Arcaden wird bis zum nächsten Kunstfestival 2023 als „sichtbarer Ort des Festivals“ verbleiben. Er wird den lokalen Kunstschaffenden zur Verfügung stehen. „Gerade in Zeiten von Ateliernot ist das für uns natürlich eine schöne Sache.“

Mehr Nachrichten aus Pankow lesen hier.