Schulneubau im Thälmannpark

Neue Bäume kompensieren Bau-Offensive im Thälmannpark

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Alexander Rothe
Bezirksbürgermeister Sören Benn und Stadträtin Dominique Krössin beim Auftakt von Baumpflanzungen im Thälmannpark.

Bezirksbürgermeister Sören Benn und Stadträtin Dominique Krössin beim Auftakt von Baumpflanzungen im Thälmannpark.

Foto: Jonas Teune / Bezirksamt Pankow

Mit einer Baumpflanzaktion wurde der geplante Schul- und Radwegneubau im Thälmannpark eingeleitet. Die Pläne sind nicht unumstritten.

Berlin. Für diese Aktion legt der Bezirksbürgermeister selbst Hand an: Am Mittwoch pflanzten Sören Benn und Schulstadträtin Dominique Krössin (beide Linke) vier Jungbäume hinter dem Planetarium im Thälmannpark in Prenzlauer Berg. In den kommenden Tagen sollen weitere Bäume dazukommen – insgesamt 22, darunter unterschiedliche Arten.

Steigerung der Schulplätze von 432 auf 720

Die Baumpflanzaktion ist symbolischer Art, denn das junge Gehölz soll Baumfällungen kompensieren, die aufgrund des geplanten Schulneubaus sowie des Geh- und Radwegumbaus im Park durchgeführt werden. Im Rahmen der Berliner Schulbauoffensive soll die Grundschule am Planetarium ausgebaut und sowohl das Hortgebäude als auch die Sporthalle saniert werden. Aus diesem Topf werden auch die Baumpflanzungen finanziert, die 110.000 Euro kosteten. Die Anzahl der Schulplätze soll durch diese Maßnahme von 432 auf 720 steigen. In das neue Gebäude soll eine große Mensa und ein Mehrzweckraum.

Darüber hinaus ist geplant, den bestehenden Gehweg mit einer Breite von rund 4,30 Metern zu verlegen. An anderer Stelle im Park soll ein Geh- und Radweg gemäß der Standards des Landes Berlin und dem Mobilitätswendegesetz entstehen. Weil auf der Strecke Fahrräder geduldet sein werden, wird die Breite auf acht bis zehn Meter verlängert. Für diesen Umbau sind laut Bezirksamt Pankow ebenfalls Baumpflanzungen sowie neue Heckensträucher mit einer Höhe von bis zu 1,40 und einer Breite von 0,5 bis 0,8 Metern vorgesehen.

Prenzlauer Berg: Kritik an Bauplänen im Thälmannpark

Die Baupläne für den Thälmannpark sind keinesfalls neu. Bereits seits 2012 wird der Ausbau der Grundschule zwischen dem Zeiss-Großplanetarium und dem Ernst-Thälmann-Denkmal angestrebt. Doch nicht jedem gefällt das: Eine Anwohnerinitiative wehrte sich gegen die Pläne und die „Halbierung des Thälmannparks“ und sammelte zu diesem Zweck Unterschriften. Im Zuge des Protestes wurde die Rodung der Bäume und die Zerstörung von Grünfläche moniert.

Das Bezirksamt Pankow hingegen sieht in dem Schulneubau eine große Dringlichkeit, da es dieses Jahr mit einem Defizit von vier Grundschulzügen rechnet. 2024/25 sollen es laut des Amts für Statistik Berlin-Brandenburg bereits rund sechs Grundschulzüge sein, die in Pankow für die Unterbringung der Kleinen fehlen werde.

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