Radverkehr

Pankow stellt Warte-Trittbretter für Radfahrer auf

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Der Bezirk Pankow stellt Warte-Trittbretter für Radfahrer auf.

Der Bezirk Pankow stellt Warte-Trittbretter für Radfahrer auf.

Foto: SenUVK

Um das Warten an Ampeln für Radfahrer angenehmer zu machen, stellt der Bezirk Pankow an Kreuzungen Trittbretter auf.

Berlin. Der Bezirk Pankow will Radfahrern das Warten an Ampeln etwas angenehmer machen. Dazu hat der Bezirk nun die ersten Warte-Trittbretter für Radler errichtet. Es sind Konstruktionen aus Metallstangen, die auf Nabenhöhe eine abgeschrägte Platte besitzen. Auf ihnen sollen Radfahrer beim Halten an Ampeln den Fuß abstellen können, mit der Hand können sie sich zugleich am Metallrohr festhalten. So bleibt ihnen der mühselige Abstieg vom Fahrrad erspart.

Warte-Trittbretter stehen an der Kreuzung Prenzlauer Allee/Ostseestraße

„Die Festhaltebügel sind ein Element, mit denen die Rad-Infrastruktur in Pankow aufgewertet werden soll, um Radfahrenden ihre Wege attraktiver zu gestalten“, teilte eine Sprecherin des Bezirks mit. Auch für den Fußverkehr böten die Bügel einen Vorteil, denn sie erschwerten das Umfahren von roten Ampeln über den Gehweg.

Die ersten Warte-Trittbretter sind an den vier Fahrradampeln der Kreuzung Prenzlauer Allee/Prenzlauer Promenade/Ostseestraße/Wisbyer Str. angebracht. Es handele sich dabei zunächst um ein Pilotprojekt. „Sofern sich die Bügel dort bewähren, sollen zukünftig noch weitere Kreuzungen damit ausgestattet werden“, teilte die Sprecherin mit. Bei der Installation der Festhaltebügel habe sich das Bezirksamt Pankow von Kopenhagen inspirieren lassen. Dort seien solche Bügel weit verbreitet. Die Kosten für die Ausrüstung der Kreuzung mit Trittbrettern liegen bei insgesamt rund 3500 Euro, hieß es. Die Mittel stammen aus dem Radverkehrsprogramm der Senatsverkehrsverwaltung.

Neben positiver Resonanz unter Radfahrern, die sich über die Erleichterung freuten, löste die Meldung jedoch auch Kritik aus. Es sei „erschreckend“, wie wenig in den vergangenen fünf Jahren für Fahrgäste getan worden sei, sagte schrieb Jens Wieseke, Sprecher des Berliner Fahrgastverbands Igeb auf Twitter. „Jetzt bleibt nur ein Feuerwerk an Symbolpolitik, um von diesem Versagen abzulenken.“

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( cla )