Coronavirus

Corona-Flüchtlingsheim in Pankow mit 122 Bewohnern belegt

Quarantäne-Unterkunft auf der Elisabeth-Aue meldet steigende Zahlen. Der Start von zwei neuen Heimen verzögert sich.

Die aus Container zusammengesetzten Tempohomes in Pankow bieten Raum für bis zu 300 Geflüchtete, die in Quarantäne müssen oder an Corona erkrankt sind.

Die aus Container zusammengesetzten Tempohomes in Pankow bieten Raum für bis zu 300 Geflüchtete, die in Quarantäne müssen oder an Corona erkrankt sind.

Foto: Thomas Schubert

Berlin.  In der berlinweit einzigen Unterkunft für Flüchtlinge, die sich nach Kontakt mit Corona-Infizierten in Quarantäne begeben müssen, hat die Belegung einen vorläufigen Höchststand erreicht. 122 Bewohner hätten aktuell in den Containern in Isolation begeben müssen, teilt Pankows Bezirksbürgermeister Sören Benn (Linke) mit. „Es sind so viele wie noch nie zuvor.“ Das frühere „Tempohome“ war Anfang April reaktiviert worden, um Bewohner anderer Berliner Flüchtlingsunterkünfte, die sich mit Covid-19 angesteckt haben oder als Kontaktpersonen ersten Grades gelten, aufzunehmen . Von einer kompletten Auslastung ist die Sonderunterkunft des Senats auf dem Feld in Blankenfelde immer noch deutlich entfernt – sie ist für bis zu 300 Bewohner konzipiert. Die Bauweise der Container mit Apartments samt eigenen Küchen und Bädern macht es möglich, dass die Bedingungen der Quarantäne problemlos einzuhalten sind.

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Zwei Modulare Unterkünfte in Weißensee eröffnen erst 2021

Laut Bezirksbürgermeister Benn wirkt sich die erneute Verschärfung der Corona-Krise auch auf den Betriebsstart zweier neuer Modularer Unterkünfte für Flüchtlinge im Pankower Ortsteil Weißensee aus. Sowohl das Heim an der Falkenberger Straße als auch jenes an der Rennbahnstraße können nicht mehr wie geplant in diesem Jahr eröffnen, auch wenn sie in diesen Tagen zur Fertigstellung kommen. Der Belegungsstart soll Anfang oder Mitte Januar beginnen nach den üblichen Fristen für die Mängelbeseitigung. Im Fall der Falkenberger Straße war laut des zuständigen Landesamts für Flüchtlingsangelegenheiten (LAF) ursprünglich mit einer Fertigstellung in diesem Sommer zu rechnen. Zwischenzeitlich sah es so aus, als würde das Heim als erstes Berliner MUF der neuen Generation betriebsfertig sein . Nun startete anstelle des Standorts Weißensee die Unterkunft im Murtzaner Ring in Marzahn mit dem neuen Konzept, das Wohnen in komfortabel ausgestatteten Apartments vorsieht .

Containerdorf bleibt bis Mitte Januar geöffnet

Mit der verschobenen Eröffnung der neuen Unterkünfte in Weißensee verzögert sich nach Auskunft von Bezirksbürgermeister Benn nun auch die Schließung des Containerdorfs an der Silverstorpstraße in Karow zum Ende des Jahres. Hier wird der Betrieb noch einmal bis Mitte Januar verlängert, ehe die Bewohner in andere Unterkünfte umziehen – möglichst innerhalb des Bezirks Pankow. So geschah es bereits im September im Fall des Containerheims der Awo, dem „Refugium Buch“ .