Corona-Krise

Konzert trotz Lockdown: Polizeieinsatz am Kollwitzplatz

Straßenmusiker mussten einen Auftritt abbrechen. Laut Bezirksamt Pankow widersprechen Konzerte den Corona-Regeln.

Musikalische Darbietungen können zu Menschenansammlungen führen. In Prenzlauer Berg wurde das nun zu einem Problem.

Musikalische Darbietungen können zu Menschenansammlungen führen. In Prenzlauer Berg wurde das nun zu einem Problem.

Foto: Frank Rumpenhorst / dpa (Symbolbild)

Berlin. Eine Gruppe von Musikern musste am vergangenen Sonnabend ihren Auftritt am Kollwitzplatz in Prenzlauer Berg beenden, nachdem die Berliner Polizei auf das Konzert aufmerksam wurde. Diesen Zwischenfall gab jetzt Pankows Ordnungsstadtrat Daniel Krüger (für AfD) in einem Bericht bekannt.

Krüger wies darauf hin, dass die Musiker vom Umweltamt des Bezirks kurz zuvor eine Genehmigung für den Auftritt beantragt und auch erhalten hatten. Immissionsrechtlich sei die Veranstaltung damit kein Problem gewesen.

Allerdings war der Behörde zum Zeitpunkt der Genehmigung nicht bewusst, dass während des aktuellen Lockdowns vorübergehend keine Darbietungen von Straßenmusikern vor Publikum mehr erlaubt sind.

Genau wie alle anderen kulturellen Veranstaltungen in Hallen oder Arenen sind sie unzulässig. Diese Neuerung sei Teil der erneut aktualisierten Corona-Verordnung , erklärte der Stadtrat. Erst durch den Zwischenfall auf dem Kollwitzplatz sei das Bezirksamt Pankow darauf aufmerksam geworden – „jegliche musikalische Darbietung ist derzeit untersagt“.