Verkehrsbehinderung

Straßenbahn-Baustelle in Pankow: Nach Buchholz nur per Bus

Die Krankenhaus-Straßenbahn-Linie 50 endet bis zum 20. April in Pankow. Einschränkung durch Bauarbeiten dauern an – trotz Corona.

Endstation Pankow: Die BVG Straßenbahnlinie 50 kann wegen Brückenbauarbeiten nicht nach Buchholz fahren.

Endstation Pankow: Die BVG Straßenbahnlinie 50 kann wegen Brückenbauarbeiten nicht nach Buchholz fahren.

Foto: Thomas Schubert

Berlin. Noch bis zum 20. April müssen Fahrgäste der BVG Straßenbahnlinie 50 unterwegs nach Französisch Buchholz in Pankow aussteigen. Den nordöstlichen Streckenarm in den schwach angebundenen Ortsteil bedient ab dem S- und U-Bahnhof Pankow ein Bus. Grund für das Umsteigen auf den Schienenersatzverkehr, der bereits seit Anfang März andauert: Gleisbauarbeiten auf der neu errichteten Löffelbrücke.

Auch die veränderten Bedingungen im Zuge der Corona-Krise haben nichts daran geändert, dass es Buchholzer derzeit schwerer fällt, aus der Innenstadt nach Hause zu gelangen. Die Linie 50 ist auch deshalb wichtig, weil sie mit dem Virchow Klinikum in Wedding der Charité und dem Caritas-Klinikum Maria Heimsuchung in Pankow zwei Krankenhäuser anbindet.

90 Jahre alte Löffelbrücke war nicht mehr standfest

Für die Sanierung der Löffelbrücke sei es notwendig gewesen, den Straßenbahnverkehr in der Pasewalker Straße auf ein Gleis zu reduzieren, teilt die BVG mit. Inzwischen sind die Arbeiten beim Neubau der Brücke soweit fortgeschritten, dass das zweite Gleis wiederhergestellt werden kann.

Aber auch dieser Schritt ist mit Einschränkungen verbunden. Für den Einbau müssen die Berliner Verkehrsbetriebe die Straßenbahnlinie 50 schon deutlich vor dem betroffenen Streckenabschnitt bis zur Endhaltestelle in der Guyotstraße in Buchholz sperren und mit Bussen bedienen. Die Tram verkehrt nur auf dem südwestlichen Streckenast zwischen dem Virchow-Klinikum in Wedding und Pankow-Kirche.

Senat ließ Löffelbrücke in drei Abschnitten abreißen und erneuern

Bei der alten Löffelbrücke, die laut Senatsverkehrsverwaltung in einem schlechtem baulichen Zustand war, handelte es sich um eine 90 Jahre alte Konstruktion zur Überquerung der Panke. Untersuchungen hatten ergeben, dass ein kompletter Ersatzneubau wirtschaftlicher ausfällt als eine Teilerneuerung des Überbaus auf dem alten Fundament oder eine Sanierung des gesamten Bauwerks.

Auch die neu errichtete Löffelbrücke hat Abmessungen von rund 35 mal 9 Metern und nimmt neben den zwei Straßenbahngleisen der BVG Linie 50 auf der Pasewalker Straße auch unterirdisch laufende Leitungen auf. Um die Beeinträchtigungen auf den Verkehr möglichst gering zu halten, wurde die Brücke in drei Abschnitten nach und nach abgebrochen und erneuert, heißt es in der Projektbeschreibung der Senatsverkehrsverwaltung.

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