Stadtentwicklung

Pankower Tor: Baubeginn in drei bis vier Jahren

Beim Großprojekt Pankower Tor wird der Rundlokschuppen auf der Brache des Güterbahnhofs Pankow saniert und neu genutzt.

Beim Großprojekt Pankower Tor wird der Rundlokschuppen auf der Brache des Güterbahnhofs Pankow saniert und neu genutzt.

Foto: Thomas Schubert

Der Regierende Bürgermeister Michael Müller (SPD) begrüßt konkrete Umsetzung des Großprojekts in Pankow mit 2000 Wohnungen.

Berlin. Das große Entwicklungsprojekt Pankower Tor mit Gewerbe, Kitas und rund 2000 Wohnungen hat nach Angaben des Berliner Senats und des Bezirkes eine wichtige Hürde genommen. Der sogenannte Aufstellungsbeschluss für den Bebauungsplan des Bezirksamts Pankow für das Vorhaben sei ein großer Schritt nach vorn, sagte der Regierende Bürgermeister Michael Müller (SPD) am Dienstag. Nach vielen Jahren Diskussionen etwa um bauliche Gestaltung, Verkehrsanbindung oder Einzelhandelskonzept könne das Vorhaben „nun wirklich konkret in die Umsetzung gehen“.

Pankows Bürgermeister Sören Benn: Areal bisher städtebauliche Wunde

Pankows Bezirksbürgermeister Sören Benn (Linke) äußerte sich ähnlich. Es sei an der Zeit gewesen, „einmal zu Potte zu kommen“. Schließlich sei das 40 Hektar große Areal nahe des U- und S-Bahnhofs Pankow eine städtebauliche Wunde.

Pankower Tor: Gemischtes Quartier mit rund 2000 Wohnungen

Der Möbelhausbetreiber Krieger (Höffner, Möbel Kraft) hatte das Gelände an der S-Bahn-Trasse vor rund einem Jahrzehnt gekauft. Seither ringt er mit den Behörden um Lösungen, die für alle Seiten akzeptabel sind. Krieger wollte zunächst viel Handel. Nun soll ein gemischtes Quartier mit rund 2000 Wohnungen, Geschäften, einer Grundschule, zwei Kitas, sozialen Einrichtungen, Spiel- und Grünflächen entstehen. Zur besseren Anbindung soll die Tram von Weißensee verlängert werden, geplant ist auch ein Fahrradparkhaus.

Senatorin Lompscher: Mehrstufiges Verfahren für den Bebauungsplan

Nach Angaben von Stadtentwicklungssenatorin Katrin Lompscher (Linke) beginnt nun ein mehrstufiges Verfahren für den Bebauungsplan. Notwendig seien auch aufwendige Erschließungsmaßnahmen. Baubeginn für die Gebäude könnte dann in drei oder vier Jahren sein.

( dpa )