Recycling

Warum ein Bundestagsabgeordneter alte Smartphones sammelt

Außen Plastik, innen Gold, Silber und Kupfer. Rohstoffe in gebrauchten Handys sind zum Wegschließen zu schade.

Alte Smartphones stecken voller Materialien, die sich erneut nutzen lassen.

Alte Smartphones stecken voller Materialien, die sich erneut nutzen lassen.

Foto: Maurizio Gambarini / dpa

Es ist ein schnell- und kurzlebiges Geschäft: Durchschnittlich 18 Monate nutzen Bundesbürger ihre Smartphones – und kaufen dann ein Gerät der neuesten Generation. Nur wenige verschwenden einen Gedanken daran, was mit dem alten Handy geschehen soll. Auch aus Angst vor Datenmissbrauch verzichten viele Berliner auf die Rückgabe und Verwertung von Telefonen mit Speichern voller sensibler Informationen.

So kommt es, dass Schätzungen zufolge 124 Millionen Handys ungenutzt in deutschen Schubladen lagern. Jemand, der das ändern will, ist der Grünen-Bundestagsabgeordnete Stefan Gelbhaar aus Pankow.

Experten vermuten 2,9 Tonnen ungenutztes Gold in alten Handys

Er beteiligt sich an einer großen Sammelaktion der Deutschen Umwelthilfe und stellt sein Kiezbüro in Prenzlauer Berg für die professionelle Rückgabe von ausgedienten Handys zur Verfügung. Bei dem Angebot, dass die Umwelthilfe gemeinsam mit dem Betreiber „Mobile Box“ vorantreibt, soll die Löschung aller Daten garantiert sein.

Anschließend finden die wertvollen Bestandteile der „alten Knochen“ eine neue Verwendung. Laut Gelbhaar enthalten enthalten die 124 Millionen noch nicht verwerteten Geräte der Deutschen rund 2,9 Tonnen Gold, 30 Tonnen Silber und 1100 Tonnen Kupfer.

Kiezbüro Stefan Gelbhaar, Prenzlauer Allee 22 10405 Berlin. Montag 14 - 16 Uhr, Dienstag 10 - 12 und 13 - 17 Uhr, Mittwoch 10 - 15 Uhr, Donnerstag 9 - 12 Uhr