Tierschutz in Berlin

Altenheim für Tiere in Pankow löst sich auf

Das Altenheim für Tiere beendet seinen Betrieb, weil die Betreiber sich zerstritten haben. Nun hofft man auf Hilfe vom Tierheim.

Altenheim-Gründer Dirk Bufé und Geldhauben-Kakadu Bella. Der Vogelgnadenhof soll nun schließen.

Altenheim-Gründer Dirk Bufé und Geldhauben-Kakadu Bella. Der Vogelgnadenhof soll nun schließen.

Foto: Thomas Schubert

Nicht nur einmal stand Berlins Altenheim für Tiere vor dem Aus. Diesmal aber ist das Ende beschlossene Sache – und diesmal gibt es private Gründe: die beiden Betreiber des Trägervereins, zwei Postboten, die privat ein Paar waren, haben sich getrennt, wie der Heimgründer Dirk Bufé bei einem Treffen mit der Berliner Morgenpost am Dienstag in Blankenburg erklärte.

Was mit den rund 300 altersschwachen Vögeln, 30 Hunden und 15 Katzen auf dem Gelände des Vereinssitzes in Pankower Ortsteil Blankenburg geschieht, dafür schmiedet Bufé derzeit einen Plan.

Vogelgnadenhof nimmt keine Geldspenden mehr an

„Wir werden versuchen, die Vögel im Tierheim Berlin unterzubringen. Die alten Hunde sollen bis zum Tod auf dem Gelände weiterleben“, erzählt der Betreiber der stadtweit einmaligen Einrichtung, die sich auch als Vogelgnadenhof bezeichnet.

Auf der Internetseite des Heims ist von einer Schließung aus persönlichen Gründen die Rede. Man werde weiterhin für die greisen Tiere sorgen, aber keine neuen Geldspenden mehr annehmen, heißt es dort. Bisher hatte sich der Gnadenhof weitgehend durch die freiwilligen Zahlungen der Berliner finanzieren können.

Altenheim für Tiere sollte in ein Gewerbegebiet umziehen

Umso überraschender kommt nun das Ende. Denn zuletzt stand das Projekt sogar vor einer Erweiterung. Nach Verhandlungen mit dem Bezirksamt Pankow ergab sich die Möglichkeit, 2019 einen Neubau für das Altenheim für Tiere in Französisch Buchholz zu errichten.

Beim künftigen Standort hätte das bisherige Hauptproblem beim Betrieb des Hofs keine Rolle mehr gespielt: Es handelte sich um ein Grundstück in einem Gewerbegebiet in Französisch Buchholz, wo die Haltung von Tieren weniger reglementiert ist als etwa am alten Sitz in einer Einfamilienhaussiedlung in Blankenburg.

Spendengeld soll Tieren einen glücklichen Lebensabend garantieren

Zuvor war ein erster Umzug in ein leerstehendes Wirtschaftsgebäude im Bürgerpark Pankow wegen Anwohnerprotesten gescheitert. Umso größer war die Freude über die neue Option in Buchholz. Dirk Bufé bedauert, dass es nun nicht mehr zu einem Umzug kommen wird. Zugleich ist ihm wichtig, dass die Schließung der Einrichtung nicht die Tiere trifft – „das Geld vom Konto unseres Vereins soll dem Tierheim übertragen werden. Ich werde klären, wie das geht“.