Flüchtlinge in Berlin

Neues Ankunftszentrum für Flüchtlinge in Pankow

In einem Gewerbegebiet hat eine Flüchtlingseinrichtung geöffnet. Sie steht im Zusammenhang mit dem künftigen Ankunftszentrum an der Nervenklinik.

In diesem Gewerbegebäude in Heinersdorf hat bereits Anfang November eine Aufnahmeeinrichtung für Flüchtlinge eröffnet.

In diesem Gewerbegebäude in Heinersdorf hat bereits Anfang November eine Aufnahmeeinrichtung für Flüchtlinge eröffnet.

Foto: Thomas Schubert

Als Vorsorge für eine mögliche neue Flüchtlingswelle im Winter hat das Landesamt für Flüchtlingsangelegenheiten (LAF) eine neues Ankunftszentrum in Pankow eröffnet. Der Start der Einrichtung fand bereits am 8. November statt, wie das Bezirksamt nun mitteilt. Zunächst seien 149 von 250 Betten belegt worden. Die Eröffnung hängt mit den Vorbereitungen für das neue Landeszentrum an der Karl-Bonhoeffer-Nervenklinik in Reinickendorf zusammen.

Flüchtlinge in Berlin: Engpässe für Registrierung vermeiden

„Die Aufnahmeeinrichtung Treskowstraße 14 in Heinersdorf dient bis zur Übergabe an einen landeseigenen Betreiber im kommenden Jahr als Erweiterung des Ankunftszentrums und wird deshalb vom dortigen Betreiber Tamaja temporär betrieben“, teilt das Landesamt auf Nachfrage der Berliner Morgenpost mit.

„Mit dieser Erweiterung wird Vorsorge dafür getroffen, dass über den Jahreswechsel genügend Plätze für die neu ankommenden Asylbegehrenden zur Verfügung stehen, die sich noch im Registrierungsprozess befinden. Durch die Feiertage kam es in den letzten Jahren zu Engpässen in der Registrierung, dieser Situation möchte das LAF mit der temporären Nutzung der Aufnahmeeinrichtung Treskowstraße im Ankunftsprozess entgegentreten“, sagte Sprecherin Monika Hebbinghaus.

Darüber hinaus ist in den Wintermonaten, wie in den vorangegangenen Jahren, mit einer erhöhten Anzahl von neu in Berlin ankommenden Asylbegehrenden zu rechnen, heißt es. Zugleich wird die geplante Modulare Unterkunft für das Ankunftszentrum an der Nervenklinik im Reinickendorfer Ortsteil Wittenau frühestens in der zweiten Jahreshälfte 2020 eröffnen. Bis dahin sorgt der Standort Pankow für Entlastung.

Landesamt plant keine Anwohnerversammlung

In dem Bürohaus in der Treskowstraße 14, das sich in Heinersdorf in einem Gewerbegebiet nahe der Prenzlauer Promenade befindet, ist bereits seit Jahren eine kleinere Gemeinschaftsunterkunft in Betrieb. Als solche sei sie in der Nachbarschaft bekannt, meint das LAF. „Nach umfassenden Sanierungsarbeiten wurde in einem anderen Teil des Gebäudes nun die genannte Erstaufnahmeeinrichtung eröffnet“, sagt Hebbinghaus. Eine zusätzliche Anwohnerinformationsveranstaltung wird nicht stattfinden, da der Standort schon einmal vorgestellt wurde.