Neue Strecke

Verkehrsaktion: In Weißensee eröffnet ein U-Bahnhof

Berlin setzt auf den Ausbau von Straßenbahnen. Kritiker halten Trams für ineffektiv. Sie fordern eine U-Bahn vom Alex zum Antonplatz.

Der neue Tunnel der U5 unter dem Schloss soll nicht das letzte Neubauprojekt bleiben.

Der neue Tunnel der U5 unter dem Schloss soll nicht das letzte Neubauprojekt bleiben.

Foto: Maurizio Gambarini

Am 16. November tritt etwas ein, wovon viele Anwohner in Weißensee seit Jahrzehnten träumen: Dann eröffnet, wenn auch nur symbolisch, ein neuer U-Bahnhof auf dem Antonplatz, der somit vom Alexanderplatz aus in nur zehn Minuten erreichbar wäre.

„Es ist die Visualisierung einer Verkehrsidee“, erklärt der CDU-Abgeordnete Dirk Stettner die Überraschungsaktion der Berliner Christdemokraten, die um 11 Uhr starten soll. Bei einer symbolischen Eröffnung der neuen U-Bahntrasse soll es nicht bleiben.

Den Bau des Streckenasts der U-Bahnlinie 5, der vor Jahrzehnten vom Senat verworfen wurde, will die CDU angesichts des massiven Bevölkerungswachstums in Weißensee, Blankenburg, Karow und Buch nun erneut einfordern. Was hier veranstaltet werde, sei kein Gag, betont Stettner.

U-Bahnhof Antonplatz: Anwohner können sich informieren

Bei der Aktion auf dem Antonplatz können sich Passanten über die Verkehrskonzepte der Partei für den Bezirk Pankow informieren. Gemeinsam mit 17 Initiativen und Vereinen hat die CDU eine Vision 2030 entworfen, die den Ausbau der Linie U2 bis Karow und einer so genannten U10 über Weißensee bis nach Buch vorsieht. Angedacht sind dort auch zwei Mobilitätshubs mit Park and Ride-Anlagen und Querverbindungen mit Straßenbahnen und Bussen.

Dass Weißensee mit seinen Gründerzeitquartieren bislang nur mit der Tram an das Berliner Schienennetz angeschlossen ist, hält Dirk Stettner für ein Manko. Gerade der Antonplatz sei ein wichtiger strategischer Ort zur Anbindung mit der U-Bahn. „An diesem stark frequentierten Knoten Züge in dichtem Takt fahren zu lassen, wäre ein glorreicher Plan“.