Baustelle

Warum vor dem Bahnhof Pankow gebaut wird

Der Garbatyplatz, eine wichtige Verkehrsdrehscheibe in Pankow, gilt als Problempunkt. Jetzt lässt der Bezirk Haltestellen umgestalten.

Eine Baustelle am Bahnhof Pankow sorgt seit Tagen für Verkehrsbehinderungen.

Eine Baustelle am Bahnhof Pankow sorgt seit Tagen für Verkehrsbehinderungen.

Foto: Thomas Schubert

Seit Tagen sind am Garbatyplatz vor dem S- und U-Bahnhof Pankow Bauarbeiten im Gange, die auf der Florastraße zu Verkehrsbehinderungen führen. Wie das Bezirksamt Pankow auf Nachfrage mitteilt, handelt es sich um einen Umbau der Bushaltestellen, damit hier künftig ein barrierefreier Zustieg möglich ist.

Dabei werde unter anderem an den Haltestellen zwischen Fahrbahn und Wartefläche die vorhandene Straßenborde durch ein so genanntes Kasseler Borde ersetzt. Diese Sonderkonstruktion hebt sich mit einer hellen Farbe vom Asphalt ab und besitzt einen Auftritt von 16 Zentimetern. Zum Umfang der Bauarbeiten gehören weiterhin die Wiederherstellung der Oberflächenentwässerung und Anpassungsarbeiten neben der Baustelle.

Fahrbahn der Florastraße wird verengt

Bis zum Jahre 2022 sollen alle Bushaltestellen in Berlin diesen Anforderungen entsprechen, erklärt eine Sprecherin des Bezirks. Bei genauerer Betrachtung fällt auf, dass die Fahrbahn der Florastraße auf der südlichen Straßenseite vor dem Zugang zum S-Bahnhof verengt wird. Den Taxen und Autos, die an der Stelle bevorzugt zur Abholung von Bahnpendlern warten, steht der Bereich damit nicht mehr zur Verfügung.

Die Pankower SPD-Fraktion kritisiert die jetzige Umsteigesituation am S- und U-Bahn Pankow zwischen Bussen und Straßenbahnen sowie der U- und S-Bahn schon lange. Die Lage sei für Ortsfremde sehr unübersichtlich, die Haltestellenbereiche wirkten stark überlastet. „Das führt immer wieder zu gefährlichen Situationen und Beinahe-Unfällen“, schreibt die SPD in einem neuen Antrag für die Bezirksverordnetenversammlung.

BVG soll günstigeren Umstieg ansagen

Fahrgäste, die von den Straßenbahnlinien M1 und 50 auf die U-Bahnline 2 oder andersherum umsteigen möchten, sollten deshalb auf die Umsteigemöglichkeit am U-Bahnhof Vinetastraße, eine Station vor dem Endbahnhof der U2 in Pankow, hingewiesen werden, fordert die SPD. Dort bestehe eine bessere Umsteigesituation mit kurzem und sicherem Weg, da beim Umsteigen zwischen U- und Straßenbahn keine Straßenquerung nötig ist.

Der Bezirk solle dafür sorgen, dass die BVG mit ihrem Leitsystem und mit Ansagen in Bahnen und Bussen auf diese bessere Möglichkeit hinweist. Dadurch könnten Verkehrsströme optimiert und das Fahrgastaufkommen am überlasteten S- und U-Bahnhof Pankow reduziert werden.