Sturmschaden

Umgestürzter Baum an der „Urmauer“ weggeräumt

Das denkmalgeschützte Mauerstück in Schönholz war bei einem Sturm beschädigt worden

Vom Baumstamm befreit: Die denkmalgeschützte Mauer im früheren Grenzgebiet am S-Bahnhof Schönholz.

Vom Baumstamm befreit: Die denkmalgeschützte Mauer im früheren Grenzgebiet am S-Bahnhof Schönholz.

Foto: Christian Bormann

Wochenlang lag eine umgestürzte Buche auf dem wiederentdeckten Stück der Berliner Mauer am S-Bahnhof Schönholz. Nun haben Einsatzkräfte den Baum entfernt und das Denkmal an der früheren Grenze zwischen Pankow und Reinickendorf von der Last befreit. Zuvor war es unklar gewesen, wer die Beseitigung des Sturmschadens veranlassen muss. Beim Landesdenkmalamt verwies man darauf, dass der Eigentümer des Grundstücks die Mauer instand halten muss.

Das Bezirksamt Reinickendorf stellte zwischenzeitlich fest, dass die Fläche zumindest teilweise zum Bundeseisenbahnvermögen gehört. So ließ die Deutsche Bahn den Baum zersägen und abräumen – und kam damit der Freiwilligen Feuerwehr Wilhelmsruh zuvor. Die Retter aus Pankow hatte durch Presseberichte von dem Schaden erfahren und wollten ehrenamtlich mit einem Trupp anrücken, um die Buche zu zersägen, berichtet der Entdecker der Mauer, Christian Bormann. Aber einen Tag vor der Aktion hatte schon die offizielle Räumung stattgefunden.

Senat und Bezirk planen Ortstermin

Nun ist Bormann optimistisch, dass dieses Gelände zu einem Erinnerungsort hergerichtet wird. Sowohl das Bezirksamt Reinickendorf als auch die Senatsverwaltung Kultur haben ihm zugesichert, das Projekt ab August voranzutreiben. Eingeplant ist ein Ortstermin gemeinsam mit der Stiftung Berliner Mauer.