Verkehr in Pankow

Der Kiezbus für Blankenburg kommt

Der Pankower Ortsteil kann ab 2022 auf ein neues Angebot der BVG hoffen. Die Buslinie soll auf einer Ringstrecke verkehren.

Neue Haltestellen für den Ringbus: Blankenburg wird besser angebunden.

Neue Haltestellen für den Ringbus: Blankenburg wird besser angebunden.

Foto: Thomas Schubert

Pankow.  Um mehr als 10.000 Einwohner soll das ländliche Blankenburg im kommenden Jahrzehnt wachsen. In Sachen Verkehrsanbindung hinkt der Pankower Ortsteil schon jetzt den Standards im größten Berliner Bezirk hinterher. Obwohl im Westen von Blankenburg ein S-Bahnhof vorhanden ist, sind die meisten Wohnviertel von der Station der Linie S2 weit entfernt.

Eine komfortable Anfahrt verspricht ein neuer Kiezbus, der im nächsten Jahrzehnt als Ringlinie durch Blankenburg fahren soll. Angedacht ist laut Bezirksamt Pankow ein 20- bis 30-Minutentakt, der werktags in der Zeit von 6 bis 20 Uhr gelten soll.

Nachdem die Verkehrsuntersuchungen und kleinere Umbauarbeiten auf der künftigen Strecke abgeschlossen sind, könnte der Probebetrieb zum Fahrplanwechsel voraussichtlich im Jahre 2022 starten. Erst nach dem Ende dieser Testphase werden an den Haltepunkten auch die Wartehäuschen aufgebaut, sagte eine Sprecherin des Bezirks im Pankower Verkehrsausschuss.

Geplant wird seit zehn Jahren

Die Abfahrt an der S-Bahnstation Blankenburg soll westlich des Bahnhofsgebäudes erfolgen. Nach mehr als zehn Jahren der Vorplanung ist das Verkehrsinfrastrukturprojekt damit bewilligt. 2009 hatte die Senatsverwaltung für Verkehr den Kiezbus schon einmal bei der BVG bestellt. Doch kurz darauf fiel das Projekt Einsparmaßnahmen zum Opfer.

Immer wieder sorgte die prekären Finanzlage des Bezirks dafür, dass der Aufbau des Ringbusses nicht vorankam, obwohl eine Initiative die Einführung forderte. Zu Beginn der Vorplanung war noch unklar, ob Anwohner für die baulichen Veränderungen an der Strecke aufkommen müssen.

Einige Anwohner kritisierten das Projekt

Dies ist nach jetzigem Stand nicht der Fall. Auch grundsätzliche Zweifel von Anwohnern an der Sinnhaftigkeit des Ringbusses bremsten das Projekt. Es kursierten zwischenzeitlich Flugblätter, in denen unbekannte Autoren vor einer hohe Lärmbelästigung und wegfallenden Parkplätzen warnten.

Genauere Auskünfte zum Blankenburger Kiezbus will die BVG als Betreiberin der neuen Linie noch nicht geben. Das Augenmerk für kleinere Busprojekte liegt zur Zeit eher auf einem weiteren Angebot am Rande von Reinickendorf. In Schulzendorf sei ein Rufbus in Planung, den Anwohner auf digitalem Wege anfordern können, sagte Sprecherin Petra Nelken.