Konzert zu Pfingsten

„Jazz im Park“ mit Andrej Hermlins Swing Dance Orchestra

Das Musikfestival am Pfingstwochenende findet zum 11. Mal im Bürgerpark statt – und soll trotz strengerer Auflagen dort bleiben.

Der gebürtiger Pankower Andrej Hermlin will mit seinem Swing Dance Orchestra bei „Jazz im Park“ einen Glanzpunkt setzen.

Der gebürtiger Pankower Andrej Hermlin will mit seinem Swing Dance Orchestra bei „Jazz im Park“ einen Glanzpunkt setzen.

Foto: Kitty Kleist-Heinrich / picture-alliance

Er ist der Mann mit Sinn für Swing – und Berlins Botschafter für die goldene Ära der improvisierten Musik. Jetzt präsentieren Andrej Hermlin und sein Swing Dance Orchestra ihre Hits bei „Jazz im Park“ zu Pfingsten. Hermlins Ensemble will am Sonnabend, 8, Juni, um 20 Uhr im Pankower Bürgerpark einen Glanzpunkt des Festivals setzen. Den Auftakt des dreitägigen Spektakels beschert an diesem Tag um 12.30 Uhr die Bigband der Musikschule Béla Bartók namens „Volles Rohr“. Bis in die späten Abendstunden erleben Besucher im Bürgerpark an jedem der drei Konzerttage die verschiedenen Facetten des Jazz, wobei an jedem Abend die letzte Band herausstechen soll.

Am Pfingstsonntag um 20 Uhr lässt die Zöllner Bigband ihre Saxophone klingen. Und am Pfingstmontag ab 17.30 Uhr bildet der Auftritt der Modern Soul Band Berlin den Abschluss des Festes, das in diesem Jahr zum elften Mal stattfindet. Auf der Panke treibt zuvor eine Schar von Quietscheenten, die sich am Pfingstmontag ab 14 Uhr ein Rennen liefern sollen. Wer für dem Wettbewerb eine Ente kaufen will, kann sie vorab im Rathaus Center oder am Parkcafé neben dem Rosengarten des Parks erstehen.

Grünflächenamt schlägt Umzug des Festivals vor

Für Aufregung hatten in den vergangenen Wochen die strengeren Vorgaben für Volksfeste und Events in Pankower Grünanlagen gesorgt. Um Grünflächen, die durch den Klimawandel strapaziert werden, nicht zusätzlich zu belasten, will das Bezirksamt Feste dort nicht mehr genehmigen. Zwar bildet „Jazz im Park“ eine Ausnahme – aber das Grünflächenamt ließ mitteilen, dass man einen Umzug des Festivals begrüßen würde. Es sei „unbestritten, dass gerade diese Veranstaltung eine besondere Belastung für den Bürgerpark Pankow darstellt“, hieß es auf Anfrage der Berliner Morgenpost.

„Wir haben noch nie einen Schaden verursacht“

Veranstalter Rainer Gehrmann von der Firma „Stage Craft“ hingegen sieht aber „nur positive Signale“, dass „Jazz im Park“ auch in den kommenden Jahren dort stattfinden kann, wie in den elf Jahren zuvor. „Mir wurde vom Bezirksamt versichert, dass es sich um eine der wichtigsten Veranstaltungen in Pankow handelt“, sagte er auf Nachfrage. Die Debatte um übernutzte und vermüllte Grünanlagen sei hier nach seinem Empfinden nicht angebracht. „Wir haben noch nie einen Schaden verursacht. Und wir hinterlassen den Park nach der Veranstaltung sogar sauberer als er vorher war“.