Kanalarbeiten

Baustelle der Wasserbetriebe: Straße zerteilt Stadtplatz

Auf dem Pastor-Niemöller-Platz muss die Begrünung einer neuen Straße weichen. Rings herum werden neue Wasserleitungen verlegt.

Baustraße statt Schmuck: Der Niemöller-Platz in Niederschönhausen verändert für ein Jahr lang sein Gesicht.

Baustraße statt Schmuck: Der Niemöller-Platz in Niederschönhausen verändert für ein Jahr lang sein Gesicht.

Foto: Thomas Schubert

Zerfurcht und mit Baugeräten zugestellt wartet der Pastor-Niemöller-Platz in diesen Tagen auf eine Umgestaltung. Von seiner Anmutung als altehrwürdiger Schmuckplatz werden sich Anwohner in Niederschönhausen monatelang verabschieden müssen. Denn im Rahmen ihrer Baumaßnahmen in diesem Ortsteil von Pankow wollen die Berliner Wasserbetriebe hier nicht nur die Begrünung entfernen, sondern auch eine Straße bauen.

Ersatzstraße eröffnet im Juli

„Es werden eine provisorische Fahrbahn sowie eine Bushaltestelle errichtet. Beides ist erforderlich, um die Zufahrt zur Hermann-Hesse-Straße aus dem Kreisverkehr und der Friedrich-Engels-Straße aufrecht zu erhalten“, heißt es in einer Mitteilung. Eröffnen kann die Ersatzstraße voraussichtlich ab Juli. Dann laufen etwa drei Monate lang die eigentlichen Arbeiten am Kanalnetz. Es entstehen Baugruben auf dem Niemöller-Platz auf dem Stück bis zur Hermann-Hesse-Straße und im Abschnitt der Hesse-Straße von der Tschaikowski- bis zur Homeyerstraße. Dabei geht es für die Wasserbetriebe darum, eine neue Abwasserdruckleitung, die man entlang der Hermann-Hesse-Straße neu verlegt hat, an das vorhandene System anzuschließen.

Erst im Frühjahr 2020 wird der Platz wieder begrünt

Ab September nähern sich die Arbeiten dem Ziel. Dann sollen die oberirdischen Ersatzleitungen, die eine Versorgung während der Bauarbeiten sicherstellen, wieder verschwinden und beschädigte Teile der Straßen erneuert werden. Im Oktober wird dann auch die Ersatzstraße auf dem Niemöller-Platz verschwinden. Bis es auf den zerwühlten Flächen wieder grünt, wird man sich bis zum Frühjahr 2020 gedulden müssen. Erst dann lässt das Pankower Grünflächenamt den Schmuckplatz so wieder herstellen, wie man ihn bislang kannte.