Verkehr in Pankow

Zwei S-Bahnhöfe für neues Quartier Blankenburger Süden

Stationen zwischen dem Karower Kreuz und Wartenberg sollen die Siedlung mit bis zu 6000 Wohnungen erschließen.

Mit mehr Kapazität auf der Linie S2 und neuen Bahnhöfen will der Senat das Bevölkerungswachstum auffangen.

Mit mehr Kapazität auf der Linie S2 und neuen Bahnhöfen will der Senat das Bevölkerungswachstum auffangen.

Foto: Thomas Schubert

Wenn Anwohner aus Blankenburg und den benachbarten Ortsteilen gegen den Blankenburger Süden, das größte Wohnungsbauprojekt Berlins protestieren, geht es vor allem um die Sorge über den stark zunehmenden Verkehr. Jetzt gibt der Senat Details zur Erschließung der Siedlung bekannt: Zwei zusätzliche S-Bahnhöfe sollen die neue Siedlung mit bis zu 6000 Wohnungen künftig ans Schienennetz anbinden.

Laut der Beantwortung einer Anfrage des SPD-Abgeordneten Dennis Buchner befinden sich diese Stationen auf einer Trasse zwischen den Bahnhöfen Karower Kreuz und Wartenberg, teilt die Senatsverkehrsverwaltung mit. Einer der beiden Bahnhöfe an dieser neuen Strecke im Nordosten Berlins soll an der Sellheimbrücke entstehen. Das deutliche Bevölkerungswachstum in Blankenburg soll auch durch eine Erhöhung der Kapazität auf der S-Bahnlinie 2 aufgefangen werden, die von Blankenburg ins Stadtzentrum führt. Zum S-Bahnhof Blankenburg sollen die neuen Anwohner mit der Straßenbahnlinie M2 gelangen, die von der jetzigen Endhaltestelle in Blankenburg nach Norden verlängert wird.

Bausenatorin nennt Schulstandorte für den Blankenburger Süden

Neue Details gibt es auch zum Neubau von Schulen, die der Senat für den Blankenburger Süden errichten will. Laut Bausenatorin Katrin Lompscher (Linke) sind folgende Lernorte vorgesehen: eine vierzügige Grundschule an der Heinersdorfer Straße / Schmöckpfuhlgraben, eine dreizügige Grundschule im Gebiet Blankenburger Pflasterweg, eine sechszügige Integrierte Sekundarschule (ISS) am Standort Heinersdorfer Straße / Schmöckpfuhlgraben, eine sechszügige ISS im Gebiet Blankenburger Pflasterweg, ein sechszügiges Gymnasium im Gebiet Blankenburger Pflasterweg und ein Förderzentrum am gleichen Ort.

Eine grundsätzliche Entscheidung über das Großprojekt im Abgeordnetenhaus kann nach den vorbereitenden Untersuchungen frühestens in zwei Jahren fallen. Ein Baustart würde nach dem jetzigen Zeitplan nicht vor 2027 erfolgen.