Wohnungsbau in Pankow

Demonstration gegen das Großprojekt Blankenburger Süden

Verein fordert Lösung von Verkehrsproblemen in Pankow vor dem Bau des Quartiers mit bis zu 6000 Wohnungen.

Das Stadtquartier Blankenburger Süden auf den früheren Rieselfeldern ist das größte Berliner Neubauprojekt.

Das Stadtquartier Blankenburger Süden auf den früheren Rieselfeldern ist das größte Berliner Neubauprojekt.

Foto: Senatsverwaltung für Stadtentwicklung

Obwohl sich der Senat dazu entschlossen hat, die Entscheidung über das größte Wohnungsbauprojekt in Berlin, den Blankenburger Süden mit bis zu 6000 Wohnungen, erst in zwei Jahren zu fällen, lässt der Widerstand der Anwohner nicht nach. Am Donnerstag, 9. Mai, ab 16.30 Uhr veranstaltet der Verein Garten- und Siedlerfreunde der Anlage Blankenburg eine Demonstration gegen das bisherige Verfahren zur Voruntersuchung des Projekts. Als Startpunkt hat man den S-Bahnhof Blankenburg festgelegt.

Dörflicher Charakter von Blankenburg soll erhalten bleiben

Zu den Kernforderungen des Vereins gehört die Lösung der Verkehrsprobleme, die sich im Pankower Ortsteil schon jetzt abzeichnen, der Erhalt des dörflichen Charakters von Blankenburg und der maximalen Erhalt der Erholungsanlage Blankenburg, einer bewohnten Siedlung, die schon seit dem Jahre 1909 existiert. Zwar hat das Bezirksamt Pankow der Siedlung Bestandsschutz zugesagt – ein Teil der Anlage könnte aber trotzdem einer neuen Straßenbahnstrecke und den künftigen Fahrbahnen der Tangentialverbindung Nord weichen. Auch in Karow, Buch und Heinersdorf sind Großprojekte mit Tausenden neuen Wohnungen in Planungen. In all diesen dörflichen Ortsteilen müsse es bei den Planungen auch einen „Benefit“ für die jetzigen Anwohner geben, erklärt Vereinssprecherin Ines Landgraf.

Der Baustart für den Blankenburger Süden kann nach jetzigen Schätzungen der Planer nicht vor 2027 erfolgen.