Denkmal in Pankow

Pavillon im Bürgerpark Pankow wird restauriert

Dank Geld aus einem Förderprogramm für Denkmäler kann der Bezirk den Pavillon im Rosengarten sanieren. Doch das Graffiti-Problem bleibt.

Ein Wahrzeichen für Pankow: Der Pavillon am Rosengarten soll trotz der Baumaßnahme auch in diesem Sommer zugänglich bleiben.

Ein Wahrzeichen für Pankow: Der Pavillon am Rosengarten soll trotz der Baumaßnahme auch in diesem Sommer zugänglich bleiben.

Foto: Thomas Schubert

Singt man das Volkslied „Bolle reiste jüngst zu Pfingsten, Nach Pankow war sein Ziel“, meint man den Bürgerpark – zur Gründerzeit ein Anlaufpunkt für feierwütige Ausflügler und Biergenießer. Und wer an den Bürgerpark denkt, der hat auch heute noch das Bild des Pavillons im Rosengarten im Kopf. Dass ausgerechnet dieses Denkmal von der Sanierung der Grünanlage in den letzten Jahren ausgenommen blieb, leuchtete den Parkbesuchern nicht ein. Jetzt meldet das Bezirksamt Pankow, dass der Rosenpavillon tatsächlich restauriert wird. Baustart: sofort.

106.000 Euro aus dem Förderprogramm „Unterhaltung landeseigener Denkmale“

Dabei erfolgt die Herrichtung auf eine Weise, die Erholungssuchende im Frühling und Sommer nicht stören soll. So unterteilen sich die Arbeiten auf eine erste Phase bis Mitte April und auf einen zweiten Abschnitt von Ende September bis Anfang November.

Bisher beschränkte sich die Pflege auf das Anstreichen der Wände im Takt von wenigen Jahren, was zumeist dem Überpinseln von Graffiti geschuldet war. Entsprechend viele Farbschichten müssen die Fachleute der Firma Jörg Wilke Denkmalpflege nun abbeizen. Dann folgt eine Reparatur des Putzes und des Dachs, bis das Werk mit einem Anstrich besiegelt wird. Möglich wird das Vorhaben, weil das Grünflächenamt unter Regie von Stadtrat Vollrad Kuhn (Grüne) 106.000 Euro aus dem Förderprogramm „Unterhaltung landeseigener Denkmale“ des Senats beschaffen konnte.

Keine Graffitischutzfarbei geplant

Gerüchte, wonach diesmal eine spezielle Graffitischutzfarbe zum Einsatz kommt, kann das Bezirksamt nicht bestätigen. So oder so: Christian Friedrich, der Vorsitzende des Bürgerpark-Vereins zeigt sich von der grundlegenden Restaurierung des Pavillons positiv überrascht.

„Ich hatte zuerst angenommen, dass es sich wieder nur um einen oberflächlichen Anstrich handelt“, sagt Friedrich. Was das Graffiti-Problem im Bürgerpark anbelangt, sieht er die Lage im Vergleich zu anderen Berliner Grünanlagen nicht als dramatisch an, will das Thema aber bei einem Runden Tisch zur Sprache bringen. Dass der Bezirk in den vergangenen Jahren schon über 385.000 Euro in den Park investiert hat, soll nicht umsonst gewesen sein.

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