Senat

Baubeginn für Wohnprojekt Pankower Tor frühestens 2023

Eine Brache erhitzt seit einem Jahrzehnt die Gemüter. Noch immer ist nicht klar, wie genau das neue Stadtquartier einmal aussehen soll.

Vollrad Kuhn (l-r)erklärt Sandra Scheeres, Regine Günther, Klaus Lederer und Michael Müller den Stand der Planungen.

Vollrad Kuhn (l-r)erklärt Sandra Scheeres, Regine Günther, Klaus Lederer und Michael Müller den Stand der Planungen.

Foto: dpa

Berlin. Bei dem großen Entwicklungsprojekt Pankower Tor mit bis zu 2000 Wohnungen rollen die ersten Bagger wohl nicht vor 2023. Trotz erheblicher Fortschritte in den vergangenen 18 Monaten seien noch viele offene Fragen zu lösen, sagte Pankows Baustadtrat Vollrad Kuhn (Grüne) am Dienstag bei einer Besichtigung des Areals durch den Senat. Die Verkehrsanbindung unter anderem mit der Tram sei eines der Hauptprobleme. Investor Kurt Krieger müsse sein Mobilitätskonzept noch einmal überarbeiten.

Es sind noch einige Fragen offen

Ungeklärt seien auch noch der genaue Standort für die geplante Schule sowie die Frage, wie genau die für Einzelhandel vorgesehenen Flächen gestaltet werden. Hier wünscht sich der Investor den Angaben zufolge eine Mall, der Bezirk eher eine offenere Struktur. Offen ist zudem, was aus einem Lokschuppen werden soll, der unter Denkmalschutz steht. Geklärt werden müsse schließlich die Zukunft von Zauneidechsen und Kreuzkröten, die auf dem Gelände lebten, ergänzte Kuhn.

Der Möbelhausbetreiber Krieger (Höffner, Möbel Kraft) hatte das rund 40 Hektar große Areal an der S-Bahn-Trasse nahe dem S-Bahnhof Pankow vor rund einem Jahrzehnt gekauft. Seither ringt er mit den Behörden um Lösungen, die für alle Seiten akzeptabel sind. Nach letztem Stand sind neben den Wohnungen ein Möbelhaus, Einzelhandel, eine Schule und Kitaplätze geplant.

Ursprünglich wollte Krieger zwei Möbelhäuser und weniger Wohnungen bauen. Streit gab es auch darüber, wie viele der Wohnungen im unteren Preissegment angeboten werden sollen. Im Vorjahr unterzeichneten die Beteiligten dann eine Vereinbarung, die Verhandlungsergebnisse bis dahin festhielt.

Bezirksbürgermeister Sören Benn (Linke) sprach im Hinblick auf das Areal von einer städtebaulichen Wunde, die Nord- und Zentralpankow teilt. Sie müsse dringend geschlossen werden. Kuhn sagte: "Es gibt schwierige Probleme, die aber lösbar sind, wenn man miteinander redet." Er hoffe, dass der Bebauungsplan bis 2022 stehe.

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