Gudvanger Straße

Streit um Spielstraße in Prenzlauer Berg kommt vor Gericht

Mehrere Anwohner haben gegen die temporäre Sperrung der Gudvanger Straße für den Autoverkehr geklagt.

Der Streit um die temporäre Spielstraße in Prenzlauer Berg landet vor Gericht

Der Streit um die temporäre Spielstraße in Prenzlauer Berg landet vor Gericht

Foto: Krauthoefer

Der Streit um eine temporäre Spielstraße in Berlin-Prenzlauer Berg kommt jetzt vor Gericht. Der Prozess am Verwaltungsgericht ist für den 17. Mai geplant, wie Sprecher Stephan Groscurth am Donnerstag mitteilte.

Mehrere Anwohner haben gegen die teilweise Sperrung der Gudvanger Straße für den Autoverkehr geklagt. Laut Bezirksamt Pankow sollten auf einem Abschnitt der Straße jeden zweiten Dienstag von Mai bis Oktober zwischen 10 und 18 Uhr Kinder ungestört spielen dürfen. Die Kläger monierten laut Gericht, dass die Straße unzulässig zu einem Spielplatz umgewandelt werde, für den es auch keinen Bedarf gebe.

Die Kläger hätten den Rechtsstreit inzwischen zwar für erledigt erklärt, doch nun bestehe das Bezirksamt auf grundsätzlicher Klärung, so der Sprecher. Die Klage war im Juli des Vorjahres eingereicht worden.

Um das Projekt war lange gerungen worden. Im Frühjahr 2015 stand das Straßenstück kurzzeitig einmal pro Woche nur Kindern zur Verfügung. Autos durften weder durchfahren noch parken. Eine Anwohnerin stoppte das Spielen per Eilantrag. Die Spieltermine wurden gekürzt. Das Deutsche Kinderhilfswerk hatte die Anwohner-Klage als weiteren Beleg für eine latente Kinderfeindlichkeit der Gesellschaft gewertet.

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