Hygiene

Siegel für Pankower Gaststätten bleibt strittig

Seit Januar können sich in Pankow Lebensmittelbetriebe auf freiwilliger Basis um einen "Sauberkeits-Smiley" bewerben. Firmen, die dagegen durch Verstöße gegen Hygiene-Vorschriften auffallen, landen auf der Negativ-Liste, die ab Montag im Internet steht. Doch der Berliner Hotel- und Gaststättenverband droht mit rechtlichen Schritten.

Der Berliner Hotel- und Gaststättenverband (Dehoga) droht mit rechtlichen Schritten gegen die geplante Veröffentlichung von unsauberen Gaststätten in Pankow.

"Sollte eines unserer Mitglieder auf diese Negativ-Liste gesetzt werden, werden wir das juristisch prüfen lassen", kündigte Dehoga-Hauptgeschäftsführer Thomas Lengfelder an. Seit Januar können sich in dem Bezirk Lebensmittelbetriebe auf freiwilliger Basis um einen "Sauberkeits-Smiley" bewerben. Firmen, die dagegen durch Verstöße gegen Hygiene-Vorschriften auffallen, landen auf der Negativ-Liste, die ab heute im Internet abgerufen werden kann.

Laut Lengfelder gibt es das Bewertungssystem bislang weder in anderen Berliner Bezirken, noch in Deutschland. Vor allem die Beschränkung des Verfahrens auf einen Bezirk sorge für eine Wettbewerbsverzerrung, die die Pankower Betriebe benachteilige. Sein Verband sei natürlich "ausnahmslos an sauberen Betrieben" interessiert.