Größtes Solarpaket Berlin

Neue Solaranlagen auf Neuköllns Schuldächern

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Victoria Atanasov
Solaranlagen, die von den Berliner Stadtwerken in Treptow-Nord in der Isingstraße installiert wurden.

Solaranlagen, die von den Berliner Stadtwerken in Treptow-Nord in der Isingstraße installiert wurden.

Foto: Mathias Völzke

Neukölln beauftragt bei den Berliner Stadtwerken zwölf neue Solaranlagen plus Wärmepumpen. Der Bezirk rüstet sich für den Klimaschutz.

Berlin.  Neuköllns Solarbegeisterung hält an: Der Bezirk bekommt zwölf weitere Riesen-Solaranlagen und hat damit Berlins bisher größtes solare Bezirkspaket bei den Berliner Stadtwerken in Auftrag gegeben. Acht Schuldächer werden mit den Anlagen ausgestatten und produzieren zukünftig Wärme durch erneuerbare Energien.

Installiert werden sie auf den Dächern Neuköllner Schulen. Ganze fünf Anlagen allein auf dem Campus Rütli in Nord-Neukölln. Die weiteren sieben Schulen sind folgende: Hans-Fallada-Schule, Adolf-Reichwein-Schule, Schliemann-Grundschule, Grundschule in der Köllnischen Heide, Theodor-Storm-Grundschule, Hannah Arendt Gymnasium und Karlsgarten-Grundschule.

Bezirk will 65 Wärmepumpen bis 2030 installieren

Damit aber nicht genug: 65 fossil beheizte Gebäude im Bezirk sollen bis 2030 neue, umweltschonende Wärmepumpen erhalten, um „Heizung und Warmwassererzeugung energetisch zu optimieren, die in Berlin fast die Hälfte aller CO2-Emissionen verursacht“, heißt es in der Pressemitteilung.

Günstig finanziert wird das Solarpaket durch ein Pachtsystem: Das Bezirksamt verpachtet die Schuldächer für einen symbolischen Betrag und pachtet im Austausch dann die Solaranlagen. Somit verursacht der Klimaschutz keine zusätzlichen Kosten für das Bezirksamt.

Neu(n)kölln: Erstes Bezirkspaket mit neun Solaranlagen gab es 2020

„Mit jeder neuen Solaranlage, die wir auf Berliner Dächern montieren, gehen wir einen weiteren Schritt in Richtung Solar City“, sagte die Stadtwerke-Geschäftsführerin Kerstin Busch damals zum ersten Solarpaket, das Neukölln unter dem Motto Neu(n)kölln im Jahr 2020 in Kooperation mit den Stadtwerken in Auftrag gab.

Auch damals wählte das Bezirksamt Schuldächer für die Anlagen aus: „Der in der Schule verbrauchte Strom kommt zum größten Teil direkt vom Dach. So wird Klimaschutz für Schülerinnen und Schüler direkt erlebbar“, sagte Bezirksbürgermeister Martin Hikel (SPD).

Hikel ist stolz darauf, das berlinweit größte Solarpaket beauftragt zu haben und das Potential Neuköllner Gebäude optimal zu nutzen. Für ihn eine klare „Win-Win-Win-Situation“, denn profitieren würden alle: „die Steuerzahler durch weniger Kosten, wir alle durch weniger Umweltbelastung und mehr Versorgungssicherheit für die Stromnetze.“

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