Neubau

Ersatzbau an der Sonnen-Grundschule in Neukölln eröffnet

Platz für mehr als 200 neue Schüler: In Neukölln hat der Ersatzbau an der Sonnen-Grundschule eröffnet.

Lindgrüner Bau, von Bäumen und Büschen umgeben. Schüler bestimmten die Farbe.

Lindgrüner Bau, von Bäumen und Büschen umgeben. Schüler bestimmten die Farbe.

Foto: Sergej Glanze / FUNKE Foto Services

Berlin.  Der lindgrüne Neubau ist hinter den Blättern von Bäumen und Büschen kaum zu sehen. Genau aus diesem Grund haben sich Schüler die Farbe ausgesucht – weil sie sich so gut in das vorhandene Grün einpasst. Am Mittwoch wurde der neue Modulare Ergänzungsbau (MEB) an der Sonnen-Grundschule in Neukölln offiziell eröffnet. Es ist der 61. Ergänzungsbau in Berlin und der erste in Neukölln, der im Rahmen der Schulbauoffensive der Senatsbildungsverwaltung errichtet wurde. Und es geht gleich weiter. „Der nächste Modulare Ergänzungsbau hier im Bezirk Neukölln wird am Einstein-Gymnasium entstehen“, sagte Bildungssenatorin Sandra Scheeres (SPD) zur Eröffnung des neuen Gebäudes an der Sonnen-Grundschule.

In dem dreistöckige Bau am Dammweg 228 befinden sich 16 Unterrichtsräume, zehn Gruppenräume, Lehrerzimmer und eine Mensa mit einer Ausgabeküche. Die wird dringend gebraucht, seit das Mittagessen kostenlos ist und viel mehr Kinder als vorher die Möglichkeit nutzen, eine warme Mahlzeit zu bekommen. Bislang lernen 355 Kinder an der Sonnen-Grundschule. In den kommenden vier Jahren wird die Gesamtzahl der Schüler auf 576 steigen. Das neue Gebäude, das 5,25 Millionen Euro gekostet hat, ermöglicht eine schrittweise Erhöhung auf vier Klassen pro Jahrgang. „Wachsende Schülerzahlen im Gebiet der südlichen Sonnenallee und der Weißen Siedlung haben den Bezirk veranlasst, die Erweiterung der Sonnen-Schule zusammen mit der Senatsbildungsverwaltung zu planen“, sagt Bildungsstadträtin Karin Korte (SPD) am Mittwoch. Die neuen Schulplätze seien dringend erforderlich gewesen.

Sonnen-Grundschule in Neukölln: Schadstoffe in Dach und Decken des alten Gebäudes

Im Moment wird der Neubau aber auch gebraucht, weil der Altbau die nächsten Jahre saniert werden muss. Das alte Schulhaus ist fast leergezogen, nur noch 25 Kinder sind dort in vier Klassen untergebracht. Der Betrieb soll während der Sanierung teilweise aufrecht erhalten bleiben. An dem Gebäude müssen unter anderen das Dach, die Sanitäranlagen und die Klassenräume neu gemacht werden. Dazu gehört auch eine Schadstoffbeseitigung. Im Dach wurde Asbestzement und in den Deckenplatten künstliche Mineralfasern gefunden.

„Das neue Gebäude steigert die Lernmotivation“, sagt Schulleiterin Karoline Pocko Moukoury zur Eröffnung. Saubere, helle und ordentliche Räume seien wichtig und würden ein „aufwertendes Gefühl“ geben. Das bestätigte auch der Schülersprecher. Was ihm an dem neuen Gebäude am besten gefalle? „Schöne große Toiletten und die Smart- und Whiteboards“, sagt Berk aus der sechsten Klasse. Kreide ist in dem Raum einer fünften Klasse, der bei einem Rundgang durch den Schulbau besichtigt wurde, nicht mehr zu finden.