Corona-Krise

Neukölln richtet sechs temporäre Spielstraßen ein

Neukölln führt temporäre Spielstraßen ein. Sie sollen ab Pfingsten an Sonn- und Feiertagen zwischen 13 und 19 Uhr für Autos gesperrt werden.

Kinder spielen auf der ersten temporären Spielstraße in Kreuzberg. Neukölln zieht jetzt nach.

Kinder spielen auf der ersten temporären Spielstraße in Kreuzberg. Neukölln zieht jetzt nach.

Foto: Jörg Carstensen/dpa

Autofreie Straßen zum Toben: Nach Friedrichshain-Kreuzberg führt nun auch Neukölln temporäre Spielstraßen ein. Sie sollen ab Pfingsten an Sonn- und Feiertagen zwischen 13 und 19 Uhr für Autos gesperrt werden. Bis zum Herbst soll das Projekt laufen.

In sechs Abschnitten werden die Spielstraßen eingerichtet: im Körnerkiez an der Selkestraße zwischen Schierker Straße und Nogatstraße sowie am Schierker Platz, im Reuterkiez an der Nansenstraße sowie der Hobrechtstraße, in Rixdorf in der Schnalle zwischen dem Karl-Marx-Platz und dem Richardplatz, in Britz am Buschrosenplatz sowie in Hüsung.

Das Straßen- und Grünflächenamt bereitet derzeit die Anordnung in den Abschnitten vor. Es wird innerhalb der nächsten zwei Wochen Beschilderungen aufbauen. „In Corona-Zeiten benötigen Kinder und Jugendliche mehr Platz, auch um überfüllte Spielplätze zu vermeiden. Wir wollen deshalb vor allem in dicht bebauten Bereichen mehr Aufenthaltsqualität schaffen“, sagte Bezirksbürgermeister Martin Hikel (SPD). Mithilfe der temporären Sperrungen könne getestet werden, ob Neukölln in den Gebieten dauerhaft Spielstraßen einrichten kann.

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Bezirksamt ruft Anwohner zur ehrenamtlichen Mitarbeit auf

Mindestens zwei Personen sollen je eine abgesperrte Seite beaufsichtigen. Das Bezirksamt ruft Anwohner auf, sich für die ehrenamtliche Betreuung der Spielstraßen zu melden. Interessierte können sich online auf der www.mein.berlin.de bis zum 24. Mai registrieren lassen. Nach diesem Zeitpunkt ist eine Registrierung per Mail an das Bezirksamt möglich.

Die Aufsichtspersonen haben die Aufgabe, Kegel und Absperrbänder anzubringen. Zudem informieren sie Kinder und Eltern über geltende Hygienevorschriften und entsorgen Müll. Wichtige Anlieferfahrten sollen in den temporären Spielstraßen weiterhin möglich sein, beispielsweise für Liefer- und Rettungsdienste –ansonsten besteht absolutes Halte- und Durchfahrverbot.

Im Bezirk Friedrichshain-Kreuzberg stieß die Einrichtung temporärer Spielstraßen bereits auf positive Resonanz: Innerhalb von nur 31 Stunden meldeten sich dort mehr als 280 Freiwillige, um spielende Kinder in 19 Seitenstraßen zu beaufsichtigen. Seit zwei Wochen werden dort jeden Sonntag zwischen 12 und 18 Uhr temporäre Spielstraßen errichtet.