Ehemaliger Kiezladen

Linksextreme sprühen Bauschaum in Schmuckgeschäft

In den früheren Räumlichkeiten des Kiezladens „Friedel 54“ gibt es nun ein Schmuckgeschäft. Dieses wurde beschädigt,

In den Räumen des ehemaligen Kiezladens "Friedel 54" ist jetzt ein Schmuckgeschäft untergebracht.

In den Räumen des ehemaligen Kiezladens "Friedel 54" ist jetzt ein Schmuckgeschäft untergebracht.

Foto: BM

Berlin. In der Nacht zu Donnerstag haben mutmaßlich linksextreme Täter ein Schmuckgeschäft an der Friedelstraße 54 in Neukölln beschädigt. Die Täter hatten nach Angaben der Polizei Löcher in die Jalousien gebohrt und durch diese Bauschaum in die Zwischenräume zur Tür- und Schaufensterscheibe gesprüht. Dieser härtete aus und sorgte für erhebliche Beschädigungen.

Zuvor hatten Objektschützer gegen 3.50 Uhr einen Schriftzug mit politischem Inhalt auf dem Rollladen festgestellt. Die Polizei ermittelt, ob es zwischen beiden Sachbeschädigungen einen Zusammenhang gibt.

Auf einer linksextremistischen Internetseite tauchte ein Bekennerschreiben auf, in dem mit den Taten geprahlt wird. „Verdrängung hat ein hässliches Gesicht. Und wer sie billigend in Kauf nimmt und davon profitiert, muss mit Konsequenzen rechnen“, heißt es darin.

Das Schmuckgeschäft befindet sich in dem Haus, in dem bis 2017 der linksautonome Szeneladen „Friedel54“ untergebracht war. Dieser war am 29. Juni von der Polizei mit einem massiven Aufgebot geräumt worden. Dabei kam es zu Protesten. Bis zu 500 Beamte waren im Einsatz.