Verkehr

Immer mehr Menschen in Neukölln mit dem Bus unterwegs

29 Buslinien, 156.200 Fahrgäste, aber keine Doppeldeckerbusse: Wie die Neuköllner in Bussen unterwegs sind.

29 Buslinien fahren durch Neukölln – die BVG will aber in dem Bezirk keine Doppeldeckerbusse einsetzen.

29 Buslinien fahren durch Neukölln – die BVG will aber in dem Bezirk keine Doppeldeckerbusse einsetzen.

Foto: Frank Lehmann

Berlin. 29 Buslinien fahren durch Neukölln. Und werktags stiegen hier im Jahr 2016 rund 156.200 Berliner ein und aus. Das teilte die Senatsverwaltung für Verkehr auf Anfrage des FDP-Abgeordneten Bernd Schlömer mit. Und: Immer mehr Neuköllner nutzen den Bus als Fortbewegungsmittel. Denn 2013, so zeigt der Vergleich, fuhren „nur“ 151.100 Menschen mit dem Bus. Das bedeutet einen Anstieg von mehr als drei Prozent innerhalb von drei Jahren, so die aktuellsten Zahlen.

Besonders häufig genutzt wird demnach die Buslinie M41: Mehr als 45.000 Menschen nutzten diese werktags im Schnitt in Neukölln. Und auch der Bus der Linie 171, der bis zum Flughafen Schönefeld fährt, wird oft genutzt: Knapp 16.000 Fahrgäste beförderte er 2016 durch den Bezirk.

Busse der Linie M41 und 171 werden in Neukölln besonders oft genutzt

Auf den Anstieg der Fahrgastzahlen reagierten die Berliner Verkehrsbetriebe (BVG) übrigens. Die Busse der Linie M41 fahren seit einigen Jahren in höherer Taktfrequenz. Zudem liegen auf den Routen der beiden Buslinien M41 und 171 Schulen – daher fahren die Busse hier auch in den Morgenstunden häufiger, bestätigte die BVG.

Hoffnung auf Doppeldeckerbusse dürfen sich die Neuköllner indes nicht machen. Zwar seien Doppeldeckerbusse grundsätzlich durch die deutlich größere Anzahl an Sitzplätzen für längere Reisen besonders geeignet, so die BVG. „Auf Strecken mit vielen Fahrgästen, die nur wenige Stationen fahren, verzögert der Weg ins und aus dem Oberdeck jedoch den Fahrgastwechsel“, so die Verkehrsbetriebe weiter.

Insbesondere für die Linie 171 sei ein Doppeldeckerbus nicht geeignet, weil es zusätzliche Verzögerungen mit sich brächte abzuwarten, bis Fahrgäste ihr Gepäck nach oben gebracht hätten. Und: „Es sind nicht alle Straßenzüge aufgrund des fehlenden Baumschnittes sowie der Brückenhöhen für Doppeldecker geeignet“, so die BVG.