Iran

Trauerfeier für getöteten General Soleimani in Neukölln

An der Feier in der Imam-Riza-Moschee beteiligten sich knapp hundert Menschen. Zur Gegendemo kamen etwa 50 Leute.

Weltweite Reaktionen auf den Tod von General Soleimani

Nach dem Tod des iranischen Generals Soleimani verschärft sich die Beziehung zwischen den USA und dem Iran.

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Berlin. Für den Anfang des Jahres getöteten iranischen General Qasem Soleimani fand am frühen Donnerstagabend eine Trauerfeier in Neukölln statt. Dazu aufgerufen hatte das Islamische Zentrum Imam Riza-Moschee an der Reuterstraße. Nach Angaben eines Polizeisprechers sollte die Trauerzeremonie um 18 Uhr beginnen. Angemeldet wurde die Veranstaltung mit 100 Personen. Zu Zwischenfällen kam es am frühen Abend nicht.

Tod des iranischen Generals - Gegenkundgebung zur Trauerfeier

Zeitgleich wurde auch eine Kundgebung an der Reuterstraße angemeldet. Die angemeldete Protestkundgebung fand unter dem Motto „Protest gegen Islamismus und Antisemitismus“ und „Für Menschenrechte im Iran“ statt. An der Kundgebung beteiligten sich etwa 50 Menschen.

Der Trauerfeier in der Moschee wohnte die Polizei nicht bei. 150 Einsatzkräfte waren am Abend im Einsatz. Sogenannte Sprachmittler der Polizei, also Übersetzer, sollten die Beamten am Donnerstagabend bei ihrer Arbeit unterstützen.

Jugendstadtrat Liecke verurteilt Gedenkfeier

Neuköllns Jugendstadtrat Falko Liecke (CDU) verurteilte die geplante Gedenkfeier für den getöteten Kommandeur. „Neukölln nimmt es nicht hin, wenn Terroristen zu ‚heldenhaften Märtyrern‘ verklärt werden.Neukölln nimmt es nicht hin, wenn Terroristen zu ‚heldenhaften Märtyrern‘ verklärt werden. Wer mit solchen Veranstaltungen versucht, Neuköllnerinnen und Neuköllner zu beeinflussen, ist hier nicht mehr willkommen.“

Iranischer General Soleimani war für Raketenangriffe auf Israel verantwortlich

General Qasem Soleimani war das Gesicht des iranischen Militärs im Irak und in Syrien. Der 62 Jahre alte General wurde durch einen US-Raketenangriff in der Nähe des Flughafens in Bagdad getötet. Damit haben die Amerikaner dem Mullah-Regime einen schweren Schlag versetzt.

Für Israel war Soleimani das Mastermind des Terrors in der Region. Soleimani war Kommandeur der Al-Kuds-Brigaden, einer Eliteeinheit der iranischen Revolutionsgarden im Ausland. Er trainierte vor allem schiitische Milizen. Diese bekämpften im Irak die Terrormiliz „Islamischer Staat“ (IS), in Syrien stützten sie Machthaber Baschar al-Assad. Auch bei einigen Raketenangriffen auf Israel waren die Milizen beteiligt.

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