Klinikneubau

Vivantes-Psychiatrie kostet knapp 50 Millionen Euro

Das Neuköllner Klinikum baut ein neues Gebäude mit 120 Betten. Bereits nächstes Jahr soll die Einrichtung in Betrieb genommen werden.

Die Psychiatrie am Vivantes Klinikum Neukölln bekommt für 50 Millionen Euro einen Neubau.

Die Psychiatrie am Vivantes Klinikum Neukölln bekommt für 50 Millionen Euro einen Neubau.

Foto: Nina Kugler

Berlin. Das Neuköllner Vivantes Klinikum ist in die Jahre gekommen – und muss dringend saniert werden. Die Kosten für die Um- und Neubauten belaufen sich derzeit auf schätzungsweise 700 Millionen Euro. Den Startschuss für den Mega-Umbau – das Krankenhaus bekommt unter anderem ein neues Haupthaus, eine neue Rettungsstelle, einen neuen OP-Trakt, Funktionsdiagnostik für Kardiologie und Endoskopie sowie 240 Betten, 28 Betten der Intensivstation und einen Hubschrauberlandeplatz – machte jetzt das Richtfest für den Neubau der Psychiatrie.

Erst im April wurde mit den Bau des mehrstöckigen Modulbaus begonnen und schon im kommenden Jahr soll er bezugsfertig sein. Knapp 50 Millionen Euro hat der Bau, der neben dem alten Psychiatriekomplex des Krankenhauses entsteht, gekostet. Er wird künftig Platz für 120 Bett haben. Damit ist die Psychiatrie am Klinikum Neukölln die größte psychiatrische Abteilung aller Vivantes Krankenhäuser – und eine der größten in ganz Deutschland.

Umbau des Krankenhauses wird ein Mammutprojekt

Der Umbau des Vivantes Klinikums an der Rudower Straße in Neukölln wird ein Mammutprojekt. Denn bei der Notfallversorgung ist das Krankenhaus nahezu der Alleinversorger für Neukölln und deckt ein Einzugsgebiet ab, das weit in den Süden von Tempelhof-Schöneberg und nach Treptow-Köpenick reicht. Im Jahr 2014 wurde das Krankenhaus 23.000 Mal von Feuerwehr und Rettungsdiensten angesteuert - so oft wie kein anderes Berliner Krankenhaus.

Und: Das Klinikum Neukölln ist nach dem Virchow-Klinikum der Charité das größte der 81 Krankenhäuser der Stadt. Mit 1219 Betten, 539 Ärzten und 1069 Pflegekräften sowie mit mehr als 125.000 Patienten jährlich. Aufgrund seiner Lage ist es für die medizinische Versorgungssicherheit Berlins enorm wichtig. Alle anstehenden Sanierungsmaßnahmen erfolgen daher im laufenden Betrieb.

Neubau wird voraussichtlich 150 Millionen Euro kosten

Um die vollständige Sanierung des Klinikums Neukölln zu ermöglichen, wird in einem ersten Bauabschnitt vor dem Hauptgebäude ein neuer Kopfbau, der sogenannte Nordkopf, errichtet. Baubeginn wird voraussichtlich 2020 sein, wie der Konzern Anfang des Jahres mitteilte. 2024 soll dann das neue Haupthaus stehen – die Kosten hierfür belaufen sich auf schätzungsweise 150 Millionen Euro.