Schule

Clay-Schule wird dritte „Schule der Vielfalt“ in Neukölln

Die Neuköllner Clay-Schule zeigt sich offen und bunt – und wird „Schule der Vielfalt“. Sie setzt sich damit gegen Diskriminierung ein.

Die Clay-Schule in Rudow

Die Clay-Schule in Rudow

Foto: Sergej Glanze

Berlin. „Come in - Wir sind offen: lesbisch, schwul, bi, hetero, trans*, inter*, cis, queer“ – das ist das neue Motto der Neuköllner Clay-Schule in Rudow. Denn neben dem Leonardo-da-Vinci-Gymnasium in Buckow und der Fritz-Karsen-Schule in Britz wird sie die dritte Schule im Bezirk, die sich „Schule der Vielfalt“ nennen darf.

Alle beteiligten Schulen unterzeichnen eine Selbstverpflichtungserklärung, in der sie deutlich machen, dass sie sich gegen Diskriminierung und für Akzeptanz einsetzen werden. Des Weiteren verpflichten sie sich, vorgegebene Qualitätsstandards einzuhalten, die beispielsweise Fortbildungen für Lehrkräfte und Workshops für die Schüler umfassen.

Tafel hängt an Schulwand

Offizieller Start des Projekts ist am Donnerstag, dann wird eine Tafel an der Schulwand eingeweiht. Die Neuköllner Schulstadträtin Karin Korte (SPD) sagt dazu: „Die drei Neuköllner Schulen signalisieren damit, dass sie sich verbindlich gegen Diskriminierungen einsetzen, besonders aufgrund der sexuellen Orientierung und des Geschlechts beziehungsweise der Geschlechtsidentität. Der Mut sich als Schulgemeinschaft dazu verpflichtend zu bekennen, verdient meine Anerkennung.“

Untersuchungen zeigen Erfolge des Projekts

Das Bezirksamt Neukölln teilte weiter mit, dass Untersuchungen zeigten, dass die Diskriminierung von lesbischen, schwulen, bisexuellen, trans- und intergeschlechtlichen und queeren Kindern und Jugendlichen abnähme, wenn sexuelle und geschlechtliche Vielfalt an der Schule thematisiert werden und wenn Lehrkräfte oder die Schulleitung dazu Position beziehen.

Das Netzwerk Schule der Vielfalt, das in Nordrhein-Westfalen bereits auf eine zehnjährige Erfolgsgeschichte zurückblicken kann, unterstützt Schulen dabei, sich offen, aktiv und informiert gegen Homo-und Transfeindlichkeit und weitere Diskriminierungen einzusetzen.