Neukölln

Germaniapromenade könnte Milieuschutzgebiet werden

Das Rathaus Neukölln prüft, ob die Germaniapromenade zu Milieuschutzgebiet ernannt werden kann. Dazu werden 3500 Anwohner befragt.

Das Rathaus Neukölln prüft die Einrichtung eines neuen Milieuschutzgebiets.

Das Rathaus Neukölln prüft die Einrichtung eines neuen Milieuschutzgebiets.

Foto: Reto Klar

Berlin. Das Bezirksamt Neukölln prüft derzeit, ob der Kiez rund um die Germaniapromenade, die zwischen der A100 und dem Teltowkanal liegt, zum Milieuschutzgebiet erklärt werden kann. Dazu führt das Bezirksamt gegenwärtig Haushaltsbefragungen in dem Quartier durch.

Rund 3500 Fragebögen wurden dazu an die Anwohner verschickt. Mit deren Hilfe sollen Informationen über den Wohnungsbestand und die Wohnbevölkerung gewonnen werden.

Germaniapromenade grenzt an bestehende Milieuschutzgebiete an

Das Quartier entlang der Germaniapromenade grenzt unmittelbar an die bereits im Bezirk festgesetzten Milieuschutzgebiete. In einer Vorstudie, einem sogenannten Grobscreening, wurde bereits festgesellt, dass in zunehmendem Maße auch hier Entwicklungen wie stark steigende Mieten und Umwandlungen von Miet- in Eigentumswohnungen stattfinden. Deshalb hat das Bezirksamt Neukölln im Februar 2019 die Aufstellung einer sozialen Erhaltungsverordnung zum Erhalt der Zusammensetzung der Wohnbevölkerung beschlossen.

Der Bezirk prüft nun bis Ende Februar 2020, ob man noch einen Schritt weiter – nämlich zum Milieuschutzgebiet – gehen kann. In Milieuschutzgebieten können Modernisierungen sozial verträglich und behutsamer umgesetzt werden, um die Wohnbevölkerung im jeweiligen Quartier vor Verdrängungsprozessen zu schützen.

Anwohner sind aufgefordert auf Fragebogen zu antworten

Im Rahmen dieser Untersuchung ist es jedoch laut Bezirksamt notwendig, umfangreiche Informationen zur Wohnsituation im jeweiligen Quartier zu erheben. So wird im Fragebogen beispielsweise nach der Wohndauer, der Miethöhe, nach durchgeführten Modernisierungen an den Gebäuden und in den Wohnungen sowie nach der Nutzung der örtlichen Infrastruktur gefragt.