Finanzierung

190.000 Euro für Parkmanager lässt Neukölln ungenutzt

300.000 Euro hat der Senat dem Bezirk für Parkmanager zur Verfügung gestellt – Neukölln gibt aber nur 110.000 Euro aus.

Sperrmüll an einem Mülleimer in der Hasenheide: Solche Bilder sollen die Parkmanager verhindern.

Sperrmüll an einem Mülleimer in der Hasenheide: Solche Bilder sollen die Parkmanager verhindern.

Foto: Nina Kugler

Berlin. Seit Anfang des Jahres gibt es in den Berliner Bezirken Parkmanager. Sechs Millionen Euro stellte der Senat dafür bereit. Doch Neukölln – der Bezirk bekam 300.000 Euro aus dem Topf – gibt bei Weitem nicht das gesamte Geld aus, das dafür vorgesehen war.

Rund zwei Drittel bleiben dieses Jahr liegen. Lediglich 110.000 Euro investierte der Bezirk in seine Parkmanager. In Neukölln sind Parkmanager unterwegs in der Hasenheide sowie im Park am Buschkrug in Britz. Dass nur ein Drittel der Gelder ausgegeben wurde dieses Jahr, begründet der Bezirk damit, dass die Senatsverwaltung für Umwelt erst im März die 300.000 Euro freigegeben habe und das Projekt „Parkmanager“ nach einer Planungsphase daher erst im Mai starten konnte.

Parkmanager sind auch Sozialarbeiter

Allgemein sind die Manager für die Betreuung von Parkanlagen zuständig , als „kompetente Ansprechpartner“, wie der Senat mitteilte. Sie sollen unter anderem Vandalismus vorbeugen. In Neukölln übernehmen sie hingegen auch Aufgaben der Drogen- und Obdachlosenhilfe. Christian Berg, Pressesprecher des Bezirksbürgermeisters Martin Hikel (SPD), teilte mir, dass dafür insbesondere Sozialarbeiter im Einsatz seien, die wohnungslose Menschen sowie Drogenkonsumenten aufsuchen, ansprechen und in Kontakt treten. „Dabei arbeiten wir mit dem Träger Fixpunkt zusammen“, so Berg weiter.

In der Hasenheide sowie im Park am Buschkrug – beides Grünanlagen, in denen besonders häufig Drogen konsumiert werden – sind zwei Sozialarbeiter sowie ein Sprachmittler für verschiedene Sprachen unterwegs.

Kürzung des Budgets ist nicht zu erwarten

Derzeit erstellt der Bezirk eine sozialraumorientierte Nutzungsanalyse, in deren Mittelpunkt die Frage nach den Nutzungen der Grünanlagen Hasenheide und Park am Buschkrug untersucht wird. Anfang 2020 werden voraussichtlich Ergebnisse vorliegen, die dann in die weitere Ausgestaltung des Parkmanager-Programms einfließen könnten, so Berg.

Bislang liegt dem Bezirk jedoch noch keine Zusage von Seiten der Senatsverwaltung für Umwelt über die im nächsten Jahr zur Verfügung stehenden Mittel vor. „Unter der Prämisse, dass auch im kommenden Jahr eine ähnlich hohe Summe zur Verfügung steht wie in diesem Jahr, werden wir die Parkmanager ausweiten und die Empfehlungen in das weitere Programm einfließen lassen“, teilte Berg mit.

Und hatte auch noch eine gute Nachricht parat: „Eine Kürzung der Mittel aufgrund der geringeren Verausgabung der Mittel im laufenden Jahr, die ja kurzfristig erst an die Bezirke verteilt wurden, ist nicht zu erwarten.“