Baumaßnahmen

Die Gropiusstadt bekommt vier neue Wohnhäuser

Auf ehemaligen Schulgelände werden Wohnungen gebaut. Auch bis zu 340 Flüchtlinge werden in die Neuköllner Großsiedlung ziehen.

Blick über die Hochhäuser der Gropiusstadt im Süden von Berlin.

Blick über die Hochhäuser der Gropiusstadt im Süden von Berlin.

Foto: Britta Pedersen / dpa

Berlin. Es wird wieder gebaut in der Gropiusstadt – und das nicht zu knapp. Gleich vier neue Wohnblöcke werden voraussichtlich ab dem Jahr 2022 auf dem ehemaligen Schulgelände der Lise-Meitner-Schule gebaut. Das teilte nun das Bezirksamt auf einer Informationsveranstaltung in der Neuköllner Großsiedlung mit. Etwa 400 Anwohner kamen dazu am Donnerstagabend in die Mensa am Campus Efeuweg – auch dieses Gelände ist von den Baumaßnahmen betroffen.

Insgesamt sollen bis zu 160 Wohnungen gebaut werden, so das Bezirksamt. Bauherr wird die landeseigene Wohnungsbaugesellschaft Degewo sein. Von den 160 Wohnungen werden 61 Flüchtlingen zur Verfügung stehen. Zwischen zwei und acht Menschen sollen in diesen Appartements zusammenleben, sodass bis zu 340 Flüchtlinge neu in die Gropiusstadt ziehen werden. Über die Baukosten der vier Wohnblöcke machte das Bezirksamt keine Angaben.

Monatlich kommen derzeit etwa 800 Flüchtlinge in Berlin an, 500 von ihnen bleiben in der Stadt wohnen, so das Landesamt für Flüchtlingsangelegenheiten (LAF). Insgesamt gibt es in Neukölln knapp 1500 Plätze verteilt auf vier Gemeinschaftsunterkünfte für Flüchtlinge. Es entspricht laut LAF knapp fünf Prozent der insgesamt in Berlin vorhandenen Unterbringungskapazitäten. Zum Vergleich: Pankow, Lichtenberg oder Marzahn-Hellersdorf nehmen jeweils mehr als dreimal so viele Menschen auf – also jeweils rund 15 Prozent.

Campus Efeuweg wird für mehr als 90 Millionen Euro saniert

Auf dem Campus Efeuweg hingegen entsteht seit Jahren eine der modernsten Gemeinschaftsschulen im Bezirk. Die rund 750 Schüler lernen von der ersten bis zur zehnten Klasse gemeinsam und können das Abitur auf dem Campus am Oberstufenzentrum Lise-Meitner machen. Die Gemeinschaftsschule hat zudem ein eigenes Schülerforschungszentrum und ein Zentrum für Sprache und Bewegung. Auf dem Campusgelände gibt es außerdem eine Kita, einen Jugendclub, das Degewo-Stadion, eine Sporthalle sowie das Kombibad Gropius­stadt. Alle Campusbereiche sind mit Wegen verbunden und auch für Anwohner offen.

Noch bis mindestens 2022 wird am Campus Efeuweg gebaut. Die Baukosten werden derzeit auf rund 38 Million Euro geschätzt. Nicht im Preis inklusive: Der Neubau des Oberstufenzentrums. Der schlägt nochmals mit knapp 53 Million Euro zu Buche.

7,5 Millionen Euro für Neugestaltung der Gropiusstadt

Bereits jetzt wird die Gropiusstadt für 7,5 Millionen Euro grüner, barrierefreier und familienfreundlicher. Neukölln hat bereits den dritten Zuschlag aus dem Förderprogramm „Zukunft Stadtgrün“ des Landes erhalten und will bis 2023 die Großsiedlung lebensfreundlicher gestalten.

Vor allem der zentrale Grünzug zwischen Lipschitzallee und Wutzkyallee soll ausgebaut werden. Auf dem Campus Efeuweg in der Gropiusstadt werden außerdem die ersten Freiflächen umgestaltet und begrünt. Geplant sind darüber hinaus Maßnahmen zur besseren Orientierung im Kiez, für mehr Mobilität und bessere Zugänge für alle, die Fuß gehen, Rad fahren oder Sport betreiben.