Veranstaltung

Neuköllner Buchhändler gegen Rechtspopulismus

Lesungen, Diskussionen, Vorträge: Neuköllner Buchhändler engagieren sich mit verschiedenen Veranstaltungen gegen Rechtsextremismus.

Nimmt teil an der Veranstaltungsreihe gegen Rechts: Heinz Ostermann in seiner Buchhandlung „Leporello“

Nimmt teil an der Veranstaltungsreihe gegen Rechts: Heinz Ostermann in seiner Buchhandlung „Leporello“

Foto: Reto Klar

Berlin. Anfang der Woche überreichte eine Neuköllner Initiative Vertretern der rot-rot-grünen Regierungskoalition eine Liste mit mehr als 25.000 Unterschriften. Die Petition fordert einen Untersuchungsausschuss zu den Brandanschlägen, die seit Jahren in Neukölln verübt werden – vermutlich von Rechtsextremen.

Unter den Unterzeichnern ist auch Heinz Ostermann, Buchhändler in Rudow. Bislang unbekannte Täter warfen die Scheiben seines Familienbuchladens ein und zündeten zweimal sein Auto an. Ostermann engagiert sich seit Jahren gegen Rechtsextremismus. Immer wieder veranstaltet er gemeinsam mit anderen Buchhändlern Lese- und Diskussionsreihen gegen Populismus, Hass und Ausgrenzung. So auch jetzt wieder.

Buchhändler setzen auf Widerworte gegen Rechts

Noch bis zum Sonnabend, 16. November, findet in verschiedenen Neuköllner Buchhandlungen, Kinos und Galerien die Veranstaltungsreihe „Widerworte“ statt. Dabei wird es Lesungen, Filmvorführungen und Diskussionen geben. Unter anderem auch in der Buchhandlung „Leporello“ von Ostermann.

„Was können Buchläden politischer Bewegung nach rechts, öffentlicher Sprache der Ausgrenzung und einer Landnahme des vorpolitischen Raums entgegensetzen?“, fragen die Veranstalter. Und erklären: „Wir setzen auf Widerworte und machen unsere Buchhandlungen zu sozialen Orten.“

Der Eintritt ist frei, eine Kinokarte kostet allerdings fünf Euro. Das komplette Programm finden Sie unter https://www.facebook.com/pg/neukoellner.buchlaeden.gegen.rassismus/events/?ref=page_internal