Umbau

Der Karl-Marx-Platz bekommt ein neues Gesicht

Der Platz in Neukölln soll umgestaltet werden. Dazu gibt es nun konkrete Pläne. Die sehen auch einen Radweg vor.

Im Rathaus Neukölln wurde ein neues Konzept für den Kiez erarbeitet.

Im Rathaus Neukölln wurde ein neues Konzept für den Kiez erarbeitet.

Foto: Pa / picture alliance / Arco Images

Neukölln. Der Karl-Marx-Platz liegt nicht nur an einer der verkehrsreichsten Straßen Neuköllns, an der Karl-Marx-Straße. Auch der Richardkiez, zu dem er gehört, zählt zu den am meisten durch Autos geplagten Gegenden in Nord-Neukölln. Protzautos rasen über die nahe Sonnenallee, und wenn dort der Verkehr im Stau stillsteht, wird die Abkürzung durch den zum Großteil mit Kopfstein gepflasterten Richardkiez genommen.

2018 erarbeitete das Neuköllner Bezirksamt deshalb ein Verkehrskonzept für den Kiez. Die große Frage: Wie kann der Richardkiez verkehrsberuhigt werden? Die Karl-Marx-Straße wird schon seit Jahren umgestaltet und hat breite Radwege bekommen. Und auch die anliegenden Straßen im Sanierungsgebiet Karl-Marx-Straße/Sonnenallee werden nach und nach fahrrad- und fußgängersicher gemacht. Nun ist der Karl-Marx-Platz dran. Und für ihn hat sich das Rathaus Neukölln einiges vorgenommen:

Einbahnstraßenregelung: Künftig werden Autos, die von Süden kommen, nur noch südlich am Platz einfahren können, hier wird es also eine neue Einbahnstraße geben. An der Spitze des Platzes wird man künftig nur nach links abbiegen können, also zurück in Richtung Karl-Marx-Straße. Die nördliche Spur Richtung Karl-Marx-Straße wird ebenfalls zur Einbahnstraße. Und auch die Karl-Marx-Straße vom Richardplatz kommend, wird zur Einbahnstraße. Am östlichen Ende der Ecke Karl-Marx-Platz sollen neue Bäume gepflanzt werden.

Fahrradweg: Es wird auf dem Platz eine neue Radführung geben. Künftig wird es eine Fahrradspur von der Karl-Marx-Straße in Richtung Richardplatz geben. Diese wird als abgetrennte Fahrradspur am nördlichen Rand über den Platz, also nicht über die Straße, geführt.

Straßenbelag: Der gesamte Platz wird neu gepflastert. Wobei aber noch nicht abschließend geklärt ist, mit welchem Belag. Das betrifft besonders den eher unansehnlichen, überwucherten Bereich an der Platzspitze, an dem eine große Betonbank aus dem Jahr 1980 steht, und ansonsten von Efeu und abgestorbenen Sträuchern bewachsen ist.

Insgesamt vergrößert sich die Fläche des Platzes durch die Maßnahmen. Auch der Marktbereich wird größer. Bisher gilt der Wochenmarkt auf dem Karl-Marx-Platz als einer der kleinsten im Bezirk. So aber werden neue Flächen geschaffen. Gemütlich soll es trotzdem bleiben.