Umfrage

5000 Mieter in der Gropiusstadt werden befragt

Wer zahlt wie viel Miete? Wo wird modernisiert? Diese Fragen zur Gropiusstadt möchte das Bezirksamt Neukölln beantwortet haben.

Wie lebt es sich in der Gropiusstadt? Dazu werden nun rund 5000 Anwohner befragt.

Wie lebt es sich in der Gropiusstadt? Dazu werden nun rund 5000 Anwohner befragt.

Foto: Britta Pedersen / dpa

Berlin. Wie lebt es sich in der Gropiusstadt? Wie hoch sind die Mieten? Werden Modernisierungskosten auf die Mieter umgelegt? Wie ist die allgemeine Wohnsituation in dem Neuköllner Stadtteil? Diese Fragen möchte das Bezirksamt nun gern beantwortet haben. Und befragt dafür nun 5000 Mieter der Trabantenstadt.

Der Wandel und die Umstrukturierung des Gebiets solle sozialverträglich gestaltet werden, teilte nun dazu die Abteilung für Stadtentwicklung in Neukölln mit. „Am Ende soll ein Rahmenplan stehen, der die verschiedenen Entwicklungen in der Gropiusstadt koordiniert und lenkt.“

Streit über Mieterschutz endete vor Gericht

Im Dezember 2018 wurde für die Gropiusstadt bereits eine Aufstellung einer Umstrukturierungsverordnung beschlossen. Mit der sollen Modernisierungsumlagen für Mieter möglichst gering gehalten werden.

Über diese Aufstellung sowie über die Frage, ob für Modernisierungen eine Genehmigung vom Bezirksamt eingeholt werden müsse, entbrannte ein Streit zwischen Bezirk und Wohnungseigentümer, der schließlich vor Gericht endete. Mit dem Ergebnis, dass in der Gropiusstadt weiterhin modernisiert werden darf.

Die Umstrukturierungsverordnung sei die falsche Maßnahme um Mieter zu schützen, urteilte das Verwaltungsgericht und ermöglichte somit vorläufig weitere Modernisierungsmaßnahmen an den Hochhäusern. Für die vom Bezirk angestrebte Erhaltung der Zusammensetzung der Wohnbevölkerung sehe das Baugesetzbuch die Milieuschutzverordnung vor, so das Berliner Verwaltungsgericht weiter.