Neukölln

Neuer Direktor für das Kindl Zentrum

Das Kindl-Zentrum in Neukölln bekommt ab 2020 einen neuen künstlerischen Direktor. Andreas Fiedler hört nach acht Jahren auf.

Andreas Fiedler leitete rund acht Jahre das Kindl-Zentrum in Neukölln.

Andreas Fiedler leitete rund acht Jahre das Kindl-Zentrum in Neukölln.

Foto: Reto Klar

Berlin. Wechsel der künstlerischen Leitung im Kindl-Zentrum in Neukölln. Andreas Fiedler gibt zum Frühjahr 2020 die künstlerische Leitung in dem Zentrum für zeitgenössische Kunst ab. Wie das Kindl-Zentrum nun mitteilte, habe Fiedler „auf eigenen Wunsch seinen unbefristeten Vertrag gekündigt“. Er wolle zukünftig von Berlin aus als freier Kurator arbeiten. So, wie er es auch tat, bevor er die künstlerische Leitung des Hauses vor rund acht Jahren übernahm.

Fiedler teilte mit: „ Nach knapp acht Jahren am Kindl freue ich mich jetzt auf den Wechsel zurück in die Freiberuflichkeit und auf neue Tätigkeitsfelder.“

Neuer Direktor soll noch dieses Jahr benannt werden

Eine Findungskommission, der unter anderem die Eigentümer des Kindl-Zentrums Salome Grisard und Burkhard Varnholt angehören, hat ihre Arbeit für die Neubesetzung der Stelle bereits aufgenommen. Voraussichtlich gegen Ende Oktober soll der neue Name bekannt gegeben werden. Fiedler beträt die Kommission bei der Neubesetzung.

„Wir sind Andreas Fiedler unendlich dankbar, dass er von Beginn an unsere Vision eines Zentrums für zeitgenössische Kunst im ehemaligen Brauereigebäude geteilt und gemeinsam mit uns entwickelt hat“, teilten Grisard und Varnholt mit. Und weiter: „Wir bedauern es sehr, ihn als künstlerischen Direktor zu verlieren, doch zum Glück wird er dem Kindl als künstlerischer Beirat erhalten bleiben“, so die Eigentümer des Zentrums.

Von der Brauerei zum Kunsthaus

Ein Dreivierteljahrhundert wurde in der ehemaligen Brauerei Bier gebraut, gelagert und ausgeliefert. 2005 folgte der Brauerei-Umzug nach Weißensee. Nach einigen Zwischennutzungen wurde das denkmalgeschützte Gebäude 2011 von dem Kunstsammlerehepaar Salome Grisard und Burkhard Varnholt erworben und aufwendig zum „Kindl – Zentrum für zeitgenössische Kunst“ umgebaut.

2016 eröffnete nach Sanierung und Umbau das gesamte ehemalige Brauerei-Gebäude mit drei Ausstellungsetagen im Maschinenhaus in Neukölln. Schon zwei Jahre zuvor war in dem insgesamt 5500 Quadratmeter umfassenden Gebäudekomplex in Neukölln das rund 20 Meter hohe Kesselhaus in Betrieb gegangen. Jedes Jahr entwickelt seitdem ein anderer Künstler eine Installation eigens für diesen besonderen Raum.