Sanierung

Neuer alter Brunnen für die Gropiusstadt

Brunnen lag 20 Jahre lang trocken – nun wurde er restauriert. Insgesamt stehen knapp fünf Million Euro für Sanierungsmaßnahmen zur Verfügung.

So sah der Brunnen noch im Winter aus: trocken und baufällig.

So sah der Brunnen noch im Winter aus: trocken und baufällig.

Foto: Sergej Glanze / Berliner Morgenpost

Berlin.. Etwa 20 Jahre ist es her, da versiegte das Wasser im Brunnen an der Lipschitzallee in der Gropiusstadt endgültig. Was genau passiert ist – ob etwas an dem Brunnen kaputt ging oder einfach nur das Wasser abgestellt wurde – , weiß heute niemand mehr so recht, heißt es aus dem Rathaus.

Die Gropiusstadt war damals noch ein sozialer Brennpunkt: hohe Arbeitslosigkeit, Drogen, Christiane F. Dieses Bild, das die Hochhaussiedlung noch heute manchmal prägt, war damals noch Realität. Wahrscheinlich war es den Verantwortlichen vor 20 Jahren gerade Recht, dass der Brunnen an der Lipschitzallee den Geist aufgab: ein Treffpunkt weniger, wo Jugendliche herumlungerten.

Brunnen wurde in weniger als einem halben Jahr saniert

Heute aber hat sich die Gropiusstadt geändert. Vor allem ältere Menschen leben nun hier. Und die wünschen sich einen sozialen Treffpunkt. Und den will ihnen das Bezirksamt mit dem seit Jahresanfang restaurierten Brunnen geben. Um den Brunnen herum wurde das Pflaster erneuert und die Granitbänke instandgesetzt. Ebenfalls wurde die Brunnentechnik und die Elektrik erneuert. Nachts wird das Brunnenwasser beleuchtet, bei Wind wird die Höhe des Wasserstrahls im Springbrunnen der Windstärke angepasst, damit niemand auf den Bänken nass wird, wenn es windig ist.

Seit diesem Donnerstag plätschert das Wasser wieder an der Lipschitzallee. Die Arbeiten an dem Brunnen haben rund 350.000 Euro gekostet.

Und es werden nicht die letzten Arbeiten in der Gropiusstadt gewesen sein. Ab dem kommenden Jahr werden dort verstärkt Sanierungsmaßnahmen vorgenommen. Insbesondere sollen die Wege, die durch die Hochhaussiedlung führen, barrierefrei gemacht werden. Damit, so heißt es aus dem Neuköllner Rathaus, soll den älteren Anwohnern das Leben erleichtert werden. Aber auch ein Bolzplatz sowie ein Fitnessparcours sollen erneuert werden.

4,9 Million Euro aus Förderprogramm

Insgesamt stehen der Gropiusstadt für Sanierungs- und Baumaßnahmen etwa 4,9 Million Euro aus dem Programm „Zukunft Stadtgrün“ zur Verfügung. Mit verschiedenen Beteiligungsformaten, etwa über das Quartiersmanagement, will das Bezirksamt zudem sicherstellen, dass Anwohner mitreden können bei weiteren Sanierungsmaßnahmen.