Stilles Örtchen

Hier werden in Neukölln neue öffentliche Toiletten gebaut

Neukölln bekommt sieben neue öffentliche WCs – aber vier Standorte fallen weg. Das sind die Standorte.

Das Toilettenhäuschen am Richardplatz wurde erst kürzlich fertiggestellt.

Das Toilettenhäuschen am Richardplatz wurde erst kürzlich fertiggestellt.

Foto: Nina Kugler

Berlin. In Neukölln werden neue Wall-Toiletten gebaut. Nachdem bereits im April in Mitte die erste neue Stadt-Toilette der Firma Wall eröffnet wurde, steht nun fest: Auch in Neukölln werden neue WCs gebaut. Es stehen jedoch einige Änderungen an: Vier bisherige Standorte fallen weg, dafür kommen sieben neue hinzu.

Momentan gibt es in Neukölln 16 Wall-Toiletten. Doch die meisten von ihnen werden nun nach und nach durch die neue „Berliner Toilette“ ausgetauscht. Anders als die bisherigen, abgerundeten Häuschen sind die neuen WGs graue Rechtecke.

Diese Standorte fallen weg

Künftig verzichten auf öffentliche Toiletten müssen Neuköllner an folgenden Standorten:

• Ecke Thomasstraße/Lessinghöhe
• Ecke Kranoldplatz/Bendastraße
• Ecke Buschkrugallee/Blaschkoallee
• Lieselotte-Berger-Platz

Im Gegenzug werden aber auf Vorschlag des Bezirksamts fünf neue Anlagen gebaut:

• S-Bahnhof Neukölln
• S-Bahnhof Hermannstraße
• U-Bahnhof Parchimer Allee
• U-Bahnhof Grenzallee
• Britzer Damm, nahe dem Friedhof Koppelweg

Und es gibt noch eine gute Nachricht: Zwei weitere Toiletten kommen ab 2021 im Zuge der „verbesserten Versorgung“ hinzu, zu der sich Wall verpflichtet hat. Die Standorte sind am Rudower Buchsbaumweg/Ecke Köpenicker Straße und am Körnerpark.

So sehen die neuen Toiletten aus

Das Design der neuen Toiletten ist eigens für die Hauptstadt entwickelt worden. Entsprechend heißt der Name des Models „Berlin“. Wie die bisherigen Häuschen sind die neuen Toiletten vollständig barrierefrei. Über das Euroschlüsselsystem kommen Behinderte wie bisher frei in die WCs.

Für alle anderen kostet die Nutzung 50 Cent. Zahlen kann man über den neben dem Münzeinwurf auch mit Karte oder mit der von Wall entwickelten App „Berliner Toilette“ bezahlen. Die App bietet zugleich einen Überblick über Standort, Entfernung und Zustand aller öffentlichen Toiletten in Berlin.

Vertragsvolumen von rund 240 Million Euro

Die WCs bilden den Auftakt zum schrittweisen Austausch der bisherigen Wall-City-Toiletten nach dem neuen Toilettenvertrag, den das Land Berlin 2018 mit der Firma Wall geschlossen hat. Danach soll die Zahl der vollautomatischen, barrierefreien Toiletten in Berlin bis Ende 2020 von bisher 172 auf 190 Stück steigen. Insgesamt soll es dann 281 statt bisher 257 öffentliche WCs im Stadtgebiet geben.

Der Vertag mit dem Land hat ein Volumen von mindestens 240 Millionen Euro. Die Basisversion der Toilette kostet rund 150.000 Euro pro Stück

Es könnte bis zu 360 öffentliche WCs geben

Der Vertrag zwischen Berlin und Wall beinhaltet zudem eine Option. Zieht das Land sie, würde die Zahl der Toiletten im Stadtraum auf 360 steigen. Bis Ende 2019 sollen zunächst 88 der neuen Anlagen aufgebaut werden. Die meisten davon in den Bezirken Tempelhof-Schöneberg und Charlottenburg-Wilmersdorf mit 15 beziehungsweise elf Häuschen.