Aktionärsfonds

So soll die Karl-Marx-Straße schöner werden

Der Aktionärsfonds der Aktion Karl-Marx-Straße stellt 10.000 Euro zur Verschönerung der Straße zur Verfügung. Diese Projekte werden umgesetzt.

Die Karl-Marx-Straße soll schöner werden.

Die Karl-Marx-Straße soll schöner werden.

Foto: Reto Klar

Neukölln. An der Karl-Marx-Straße wird seit Jahren gebaut. Auf rund zwei Kilometern wird eine der größten und wichtigsten Straßen Neuköllns saniert. Vor mehr als zehn Jahren begannen die Bauarbeiten am U- und S-Bahnhof Neukölln. Und sie werden noch einige Jahre lang dauern, mindestens wohl bis 2022. Ursprünglich war die Fertigstellung für 2021 geplant.

Ziel der Umbauarbeiten: Die Straße soll sicherer und komfortabler werden. Nach dem Ende der Bauarbeiten soll noch je ein Fahrstreifen pro Fahrtrichtung bleiben, mit Tempo 30 anstatt 50 wie bisher. Zudem werden auf beiden Seiten Radwege angelegt. Und die Gehwege sollen breiter werden. Doch die Karl-Marx-Straße soll auch schöner werden.

10.000 Euro für Projekte

Seit mehr als zehn Jahren unterstützt deshalb der Aktionärsfonds der Interessengruppe „Aktion Karl-Marx-Straße“ (AKMS) verschiedene private Projekte. 2019 standen dafür insgesamt 10.000 Euro zur Verfügung.

Ein neues Schaufenster? Eine neue Werbeanzeige am Geschäft? Ein Kräutergarten auf dem Dach? Bis Anfang April konnten sich Gewerbetreibende, Nutzer und Händler der Karl-Marx-Straße um einen finanziellen Zuschuss bewerben. Bis zu 50 Prozent der Projektkosten will der Aktionärsfonds übernehmen.

Über die Vergabe der Förderung hat eine Jury, die aus ausgewählten Mitgliedern der Lenkungsgruppe der AKMS besteht, entschieden. Mit maximal 3000 Euro kann ein einzelnes Projekt unterstützt werden.

Vier Projekte werden 2019 gefördert

Vier Anträge wurden dieses Jahr eingereicht – und alle vier werden unterstützt, teilte nun die AKMS mit.

Ein Teil der Förderung geht an den Imbiss RixBox auf dem Alfred-Scholz-Platz. Hier soll das Dach des Imbissladens mit Nutzpflanzen bepflanzt werden, die durch ein besonderes Bewässerungssystem mit Wasser und Nährstoffen versorgt werden können.

Berlin Brass Festival erhält Unterstützung

Und auch das Berlin Brass Festival stellte einen Antrag zur Unterstützung ihres Auftritts am 12. Juni auf dem Alfred-Scholz-Platz. Das Fest fand im vergangenem Jahr zum ersten Mal in Berlin statt. Das Konzept des Festivals, bei dem moderne Brass-Bands aus Berlin und Europa die Stadt aufmischen und vormittags Konzerte an Schulen und nachmittags große gemeinsame Straßenkonzerte zusammen mit Berliner Nachwuchs- und Amateurmusiker geben, ist bereits sehr erfolgreich in anderen europäischen Ländern.

Erscheinungsbild der Straße wird sich verändern

Zwei weitere Anträge betreffen das Erscheinungsbild der Karl-Marx-Straße: zum einen die Neugestaltung der Werbeanlage und Markise der Boutique Garbelli, zum anderen die Außenbestuhlung des Cafés Vorwerck, die zusammen mit neuen Pflanzkübeln dem Platz vor der Neuköllner Oper ein freundlicheres Gesicht geben wird.

Bis zum November müssen die Projekte nun durchgeführt und abgerechnet werden.