#gemeinsambunt

Désirée Nick ist Schirmherrin für Benefizkonzert in Neukölln

Kabarettistin ist Schirmherrin des Benefizkonzerts #gemeinsambunt gegen Ausgrenzung und Gewalt. Veranstaltung findet in Neuköllner Oper statt.

Désirée Nick ist Schirmherrin des Neuköllner Benefizkonzerts #gemeinsambunt.

Désirée Nick ist Schirmherrin des Neuköllner Benefizkonzerts #gemeinsambunt.

Foto: Britta Pedersen / dpa

Berlin. Sonnenallee, Neukölln, Mitte April 2018: Eine 15-köpfige Gruppe umringt einen jungen Mann, beleidigt ihn schwulenfeindlich und greift ihn schließlich mit einem Messer an. Als die Täter von ihm ablassen, bemerkt das Opfer, dass es ausgeraubt wurde. Kein Ausnahmefall: In Neukölln kommt es immer wieder zu homophoben Vorfällen.

Und das, obwohl sich Nord-Neukölln in den vergangenen Jahrzehnten zu einem der hippsten Kieze in Berlin entwickelt hat.

Bezirksamt: Gewalt gefährdet Selbstbestimmungsrecht in Neukölln

„Der hohe Grad an Gewaltbereitschaft und aggressiver Homo- und Transphobie bedroht das sexuelle und das transgeschlechtliche Selbstbestimmungsrecht“, schreibt das Bezirksamt Neukölln auf seiner Webseite. Und lädt am 29. Mai gemeinsam mit der Polizei Berlin und der Neuköllner Oper zu einem Benefizkonzert in die Neuköllner Oper ein, das sich gegen Ausgrenzung und Gewalt richtet.

Die Schirmherrschaft für die Benefizveranstaltung, die den Namen #gemeinsambunt hat, trägt neben anderen Désirée Nick. Daneben treten auch der Neuköllner Bezirksbürgermeister Martin Hikel (SPD) und Komiker Thomas Herrmanns als Schirmherren auf.

Gemeinnützige Projekte erhalten Spendengelder

Durch den Abend führen werden Gaby Tupper und Kaey als Moderatoren. Zudem treten verschiedenen Künstler, wie etwa Josephin Busch, Julia Gámez Martin und David Arnsperger oder das Ensemble der studienvorbereitenden Abteilung Musical der Musikschule Neukölln, auf.

Der Eintritt zu dem Benefizkonzert ist frei. Spenden sind aber erwünscht. Die fließen anschließend in drei gemeinnützige Neuköllner Projekte, die sich für einen bunten und queeren Bezirk einsetzen.

324 homo- oder transfeindliche Übergriffe in Berlin 2018

Anfang Mai stellte das Berliner Anti-Gewalt-Projekt Maneo die Jahresstatistik 2018 zu Angriffen und Beleidigungen gegen Schwule, lesbische Frauen und Transsexuelle vor. Im Vorjahr waren Maneo 324 homo- oder transfeindliche Übergriffe gemeldet worden. Rund ein Drittel der Taten waren Körperverletzungen, je etwa ein Viertel Bedrohungen und Beleidigungen. Die Täter sind, ebenso wie die Opfer, fast immer Männer.

Benefizkonzert #gemeinsambunt, 29. Mai, 20 Uhr, Neuköllner Oper, Karl-Marx-Straße 131/133. Der Eintritt ist frei. Kartenreservierung unter Tel.: 030/688907 77 oder https://www.neukoellneroper.de/play/gemeinsambunt/