Neukölln

Einweihung des Kinderclubhaus Dammweg

Der Neubau will Angebote nicht nur für Kinder, sondern auch für die ganze Familie machen.

Falko Liecke, Martin Hikel und Katrin Lompscher (v.l.) bei der Einweihung des Kinderclubhauses am Dammweg in Neukölln.

Falko Liecke, Martin Hikel und Katrin Lompscher (v.l.) bei der Einweihung des Kinderclubhauses am Dammweg in Neukölln.

Foto: Charlotte Bauer

Schüler der 6c von der Sonnen Grundschule begrüßen die Gäste mit einer Tanzeinlage und freuen sich über die Einweihung des neuen Kinderclubhaus Dammweg in Neukölln.

Am 15. Mai wurde das neugebaute Jugend- und Familienzentrum in der sogenannten Weißen Siedlung, einer der sozialen Brennpunkte des Bezirks, offiziell eröffnet. Anwesend waren unter anderem die Senatorin für Stadtentwicklung und Wohnen Katrin Lompscher, Bezirksbürgermeister Martin Hikel sowie Falko Liecke, Bezirksstadtrat für Jugend und Umwelt.

„Ich bin stolz wie Bolle, dass wir endlich so eine Einrichtung in Neukölln haben“, sagte Liecke in seiner Begrüßungsrede. Nach ungefähr zwei Jahren Bauzeit ist das Kinderclubhaus so gut wie fertig. Auf über 420 Quadratmeter können die Kinder und Jugendlichen nun ihre Freizeit verbringen. Für die Hausleiterin Tanja Molkenthin steht das Thema Inklusion ganz oben. Aus diesem Grund wurde der Großteil des Hauses barrierefrei gebaut.

Der moderne Neubau bietet zahlreiche Lernräume sowie einen Veranstaltungsraum und eine Werkstatt mit Atelier. Besonders stolz ist Hausleiterin Molkenthin auf die große Bibliothek, welche von der Stiftung Lesen unterstützt wird. Zusätzlich soll es Freizeitangebote für die ganze Familie geben. Das Jugendzentrum hat nachmittags von Montag bis Freitag für die Besucher geöffnet.

Rund drei Millionen Euro wurden für den Bau der Einrichtung vom Bund und dem Land Berlin investiert. Liecke sagt dazu: „Was nützt uns ein drei Millionen teurer PC, wenn die Software fehlt?“

„Chance auf Weg in die Selbstbestimmung“

Ohne die Unterstützung der Kooperationspartner wie der Kofferakademie, der Sonnen Grundschule, der Kita Debora und dem Quartiermanagement Weiße Siedlung sowie einigen weiteren wäre das Ganze nicht möglich gewesen.

Der Standort des neuerrichteten Kinderclubhauses hat laut dem Bezirksbürgermeister Martin Hikel auf Grund der sozialen Disparitäten eine ganz besondere Stellung. „Die Kinder sollen eine Chance bekommen für einen Weg in die Selbstbestimmung aus einem Guss“, sagte er.

Senatorin Lompscher erwähnte ebenfalls den Bedarf einer solchen Einrichtung an diesem Standort, wo über 70 Prozent der Anwohner aus dem Ausland kommen und verhältnismäßig viele Minderjährige leben. „Unser Ziel ist die Unterstützung sozialer Stadtentwicklung“, so Lompscher. Bedürftige Familien sollen bei der Erziehung unterstützt werden meint auch Falko Liecke.