Neuköllner Theatertreffen

Grundschüler auf den Bühnen, die die Welt bedeuten

Grundschulkinder aus ganz Berlin im Alter von 6 bis 12 Jahren spielen für andere Kinder Theater an drei Spielorten in Neukölln.

Das Neuköllner Theatertreffen der Grundschulen findet zum 24. Mal statt.

Das Neuköllner Theatertreffen der Grundschulen findet zum 24. Mal statt.

Foto: Reto Klar

Neukölln. Von Kindern, für Kinder: Schon zum 24. Mal findet das Neuköllner Theatertreffen der Grundschulen statt. Es ist wohl das größte Treffen seiner Art in ganz Deutschlands, und es machen nicht nur Neuköllner Kinder mit, sondern auch Mädchen und Jungen aus rund 20 Grundschulen in ganz Berlin.

Bis Mitte Juni treten die Jungschauspieler mit mehr als 20 Stücke an drei Spielorten in Neukölln auf: im Heimathafen in der Karl-Marxstraße, in der Lisa-Tetzner-Schule in Buckow und im Gemeinschaftshaus am Bat-Yam-Platz. Sie zeigen dabei, welche Themen ihnen wichtig sind und auf welche Art sie zusammen mit anderen die Geschichten auf der Bühne erzählen, die sie selbst interessieren.

Zwei Theaterstücke am Vormittag

In aller Regel geht es schon morgens um 10 Uhr los mit Theater. Jeweils zwei unterschiedliche Inszenierungen folgen aufeinander, zusammen dauern sie etwa zwischen 90 und 140 Minuten. Einige richten sich schon an Erstklässler, andere sind erst ab der vierten Klasse zu empfehlen. So wird beispielsweise Shakespeares „Ein Sommernachtstraum“ aufgeführt, und im Anschluss „Kater Groll“.

Kinder setzen sich mit Nationalsozialismus auseinander

Ein besonderes Stück ist am Freitag, 7. Juni, „Das Mädchen aus Hannas/Harrys Straße“ der Petersen-Schule. Auch hier gibt es zwei Vorstellungen, sie dauern jedoch länger und beginnen deshalb um 9 und 11 Uhr. Das Stück bleibt das gleiche, doch einmal spielen die Hauptrollen Mädchen und einmal Jungen. Und auch der Inhalt des Stücks ist ein ernster: Hanna, beziehungsweise Harry, lebt zur Zeit des Nationalsozialismus. In der Nachbarschaft wohnt ein jüdisches Mädchen, dem geholfen werden muss – auch gegen den Willen der eigenen Eltern. Das Theaterstück ist ab der fünften Klasse empfohlen.

Theatertreffen als dezentrale Kulturarbeit

Die Veranstalter des Theatertreffens, der Förderverein der Lisa-Tetzner-Schule, schreiben auf ihrer Website: „Das Theatertreffen zeigt eine besondere Form dezentraler Kulturarbeit, die an vielen Schulen erfolgreich geleistet wird. Diesem Treffen obliegt es, solche schulischen Aktivitäten zu entdecken, zu fördern und einer größeren Öffentlichkeit zu präsentieren.“

Das vollständige Programm finden Sie online unter https://www.ntt-g.com/