Neues Stadtquartier

Senat beschließt Bebauungsplan für Buckower Felder

850 bis 900 Wohnungen werden ab 2021 im Süden von Neukölln neu gebaut. Frühestens ab 2024 können erste Mieter einziehen.

So soll das Buckower Feld mal aussehen, wenn es bebaut ist.

So soll das Buckower Feld mal aussehen, wenn es bebaut ist.

Foto: STADT UND LAND-Wohnbauten GmbH

Berlin. Der Senat hat heute den Bebauungsplan für die Buckower Felder im Süden von Neukölln beschlossen. Damit ist der geplante Neubau von 850 bis 900 Wohnungen, die ab 2021 im Süden Neuköllns gebaut werden sollen, zum Greifen nah. Derzeit wird von einer Bauzeit von circa drei Jahren ausgegangen. Das heißt, dass die ersten Mieter frühestens im Jahr 2024 einziehen können, also in etwa fünf Jahren.

Bausenatorin: „Quartier wird Modellcharakter haben“

Bausenatorin Katrin Lompscher (Linke) sagte dazu: „Das Projekt Buckower Felder ist als eines der 14 neuen Stadtquartiere ein wichtiger Baustein für den dringend benötigten, gemeinwohlorientierten Wohnungsbau in unserer Stadt. Das Ursprungskonzept einer eher lockeren vorstädtischen Bebauung mit einem hohen Anteil an Ein- und Zweifamilienhäusern wurde ab 2016 zugunsten von bezahlbarem Geschosswohnungsbau auf landeseigenen Flächen modifiziert. Diese Entscheidung war richtig und wichtig. Das Quartier wird Modellcharakter haben – insbesondere durch eine zukunftsweisende Lösung für die soziale Infrastruktur, ein innovatives Regenwasserkonzept und den Umgang mit dem Thema Mobilität.“

So soll das neue Stadtquartier aussehen

Die künftigen Gebäude werden drei bis vier Geschosse haben, im Inneren des Neubaugebiets sind vier Gebäude mit bis zu fünf Geschossen vorgesehen. Rund 1700 Menschen sollen in dem neuen Stadtquartier leben.

Auf etwa 58.400 Quadratmetern sollen Einraumwohnungen bis hin zu Fünf-Zimmer-Appartements entstehen, und auf circa 5.400 Quadratmetern Ein- bis Zweifamilienhäuser.

Eingerahmt wird das Viertel, das autoarm sein soll, von einem großzügigen Landschaftspark im Westen und einem grünen Gürtel im Osten am Buckower Damm. In dem Landschaftspark wird zudem ein 1700 Quadratmeter großer Kinderspielplatz gebaut.

Mieten sollen nicht mehr als 6,50 Euro pro Quadratmeter kosten

Die landeseigene Wohnungsbaugesellschaft Stadt und Land, die hier bauen wird, wird gemäß Kooperationsvereinbarung 50 Prozent mietpreis- und belegungsgebundenen Wohnraum errichten. Die Hälfte der neuen Wohnungen sollen also für rund 6,50 Euro pro Quadratmeter vermietet werden. 20 Prozent der Fläche dürfen jedoch von Drittanbietern, wie beispielsweise Genossenschaften oder Baugruppen, bebaut werden.

Busse werden durch das Gebiet fahren

Neben Wohnungen sollen aber auch Kitas, Jugendeinrichtungen und Arztpraxen in das neue Quartier ziehen. Außerdem soll es verschiedene Freiflächen, wie Anger und Plätze, geben, an denen sich das soziale Leben der neuen Wohnsiedlung abspielen soll.

Mit dem öffentlichen Nahverkehr zu erreichen ist das neue Wohnquartier jedoch erstmal nur per Bus. Die Bushaltestellen Buckower Damm/ Ringslebenstraße und Heinrich-Mann-Oberschule (Gerlinger Straße) der Buslinien M44 und 172 liegen fußläufig. Zudem denkt das Land über Taktverdichtung und Linienergänzungen nach.

Der Bebauungsplanentwurf muss nun noch dem Abgeordnetenhaus zur Zustimmung vorgelegt werden.