Früher Tankstelle

Brachliegendes Grundstück an Sonnenallee verärgert Anwohner

Das Gelände an der Sonnenallee, auf dem einst eine Tankstelle stand, liegt bis heute brach. Für eine Bebauung gibt es keine Pläne.

Früher konnte man hier tanken, seit einem Jahr aber liegt das Grundstück an der Sonnenallee brach.

Früher konnte man hier tanken, seit einem Jahr aber liegt das Grundstück an der Sonnenallee brach.

Foto: Nina Kugler

Berlin.  Seit rund einem Jahr liegt das Grundstück an der Sonnenallee Ecke Hobrechtstraße brach, auf dem einst eine Esso-Tankstelle stand. Der quirlige Hermannplatz ist direkt um die Ecke, der hippe Reuterkiez nur einen Steinwurf entfernt. Eigentlich ist das Grundstück ein Filetstück, der Traum eines jeden Investors.

Doch bis heute es gibt keine Pläne, es zu bebauen. Das teilte nun Neuköllns Baustadtrat Jochen Biedermann (Grüne) in der Bezirksverordnetenversammlung (BVV) mit.

Anwohner schlagen Alarm

Anwohner aus dem Reuterkiez hatten sich an Biedermann gewandt. Sie beklagten, dass „sich dort der Müll“ häufe. Und: „Es ist besonders unangenehm, gerade bei Dunkelheit, an diesem unwirtlichen Ort vorbeizugehen.“

Tatsächlich: Die ehemalige Tankstelle ist nur behelfsmäßig mit einem Bauzaun abgesperrt. Überall liegt Müll herum.

Wie Baustadtrat erklärte, sei der Eigentümer allerdings nicht verpflichtet, das Gelände abzusperren, da es keine Baustelle sei. Den Ärger der Anwohner könne er dennoch verstehen. „Ich kann absolut nachvollziehen, dass die dortige Situation ein Ärgernis darstellt“, erklärte Biedermann.

Gleichwohl hätten weder Bau- und Wohnungsaufsicht noch Ordnungsamt eine Handlungsmöglichkeit für dieses Gelände, solange für die öffentliche Sicherheit und Ordnung keine Gefahren von dem privaten Grundstück ausgehe.

Grundstück dürfte bebaut werden

Biedermann teilte weiter mit, dass das Gelände allerdings durchaus bebaut werden dürfte. Sowohl ein Wohnhaus als auch ein Bürogebäude seien für den prominenten Standort an der Sonnenallee denkbar. Aber: „Ein Bauantrag liegt weiterhin nicht vor“, so Biedermann. Er erklärte weiter, dass ihm auch nicht bekannt sei, wann ein solcher Antrag möglicherweise eingereicht werden könnte.

Und so bleibt das Filetgrundstück vorerst weiterhin ein Traum, auf dem man sich zur Zeit lediglich Luftschlösser vorstellen darf.